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Auszeichnung
Karl-Josef Bondio erhält Ehrenamtspreis

Auszeichnung: Karl-Josef Bondio erhält Ehrenamtspreis
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) zeichnete gestern Karl-Josef Bondio (im Bild mit Tochter Manuela Bondio) für sein Engagement aus. FOTO: LBER
Dormagen. Wer an der kaum erforschten Erbkrankheit Neurofibromatose leidet, braucht ein starkes Selbstwertgefühl. Denn die Hautveränderungen durch eine Vielzahl von Tumoren, die die kaum zu behandelnde Krankheit mit sich bringt, sind auffällig und können psychisch sehr belastend sein.

Das weiß auch der Dormagener Karl-Josef Bondio, der gestern auf Schloss Dyck den Ehrenamtspreis für sein soziales Engagement erhielt. Der 73-Jährige, der sich für an Neurofibromatose Erkrankte einsetzt, ist selbst betroffen - seit seinem 15. Lebensjahr. Bondio hat 35 Operationen hinter sich, bei denen ihm schon 2000 Geschwülste entfernt wurden. Trotz dieser Belastungen gründete er vor zehn Jahren die Regionalgruppe Rhein-Kreis Neuss der Neurofibromatose-Selbsthilfe, nachdem er zuvor in Gruppen in Solingen und Essen mitgearbeitet und die Kölner Selbsthilfegruppe zwölf Jahre lang geleitet hatte. Bondio klärte nicht nur unermüdlich die Öffentlichkeit über die Erkrankung auf, sondern half auch vielen Betroffenen. "Mit Ihrer Arbeit leisten Sie Vorbildliches für das Gesamtwohl", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der dem Geehrten ausdrücklich dankte.

Als Zeichen der Hoffnung für alle an

Neurofibromatose Erkrankten wurde eine japanische Zelkove gepflanzt, die auch unter dem Namen Keakibaum bekannt ist. Dieser Baum aus der Familie der Ulmengewächse wird bis zu 30 Meter hoch. Ein Schild in unmittelbarer Nähe trägt den lateinischen Namen des Baumes "Zelkova Serrata Flekova" und weist darauf hin, dass Bondio Ehrenamtspreis-Träger des Rhein-Kreises Neuss ist. ssc

Quelle: NGZ
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