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Dormagen
Karnevalisten bedauern Terminkollision

Dormagen: Karnevalisten bedauern Terminkollision
Große Kulisse, große Stimmung: "Dormagen feiert Kölsch" im TSV-Sportcenter ist sehr beliebt. Doch nächstes Jahr gibt es ein Problem. Archivfoto: Tinter FOTO: Tinter Anja
Dormagen. In der Session 2018/2019 überschneidet sich die Großveranstaltung "Dormagen feiert Kölsch" mit dem traditionellen Proklamationstermin örtlicher Vereine. Einige wollen ausweichen. Von Stefan Schneider

Heute abend geht's rund im TSV-Sportcenter an der Römerziegelei. Und für mächtig Stimmung in der Bude werden dann ausnahmsweise mal nicht die Dormagener-Drittliga-Handballer sorgen, die ihr Derby gegen Longerich schon am Mittwoch ausgetragen haben - sondern jede Menge prominenter Gruppen wie Kasalla, Brings, Räuber und Miljö, die mit rund 2000 Gästen die große Fechtersitzung unter dem Motto "Dormagen feiert Kölsch" bestreiten werden. Kollisionen mit den örtlichen Karnevalsvereinen gibt es nicht, denn die hatten ihre Proklamationen schon, weil der 11.11. diesmal genau auf einen - den vergangenen - Samstag fiel. Im kommenden Jahr allerdings droht Ungemach: 2018, das steht bereits fest, steigt "Dormagen feiert Kölsch" am 17. November. Und da der 11.11. zuvor dann nicht auf einen Samstag fällt, ist der darauffolgende Samstag, in diesem Fall eben der 17.11., auch der klassische Termin für die Proklamationen der Dormagener Karnevalsvereine.

Böse Absicht also von den Veranstaltern von "Dormagen feiert Kölsch"? Mitnichten. "Das ist definitiv unglücklich, und ich mache das nicht mit Wohlbehagen. Denn wir wollen nicht in Konkurrenz zu den Dormagener Karnevalsvereinen treten", betont Organisator Karl Koch. Es habe jedoch für 2018 keine andere Möglichkeit gegeben, weil die gewünschten Künstler nur dann verfügbar gewesen seien. Die Sitzung wegen der Kollision mit den lokalen Terminen ganz zu kippen, sei keine Alternative, erläuterte Koch: "Wir möchten diese tolle Veranstaltung unbedingt in Dormagener Hand halten, als nicht-kommerzieller Anbieter." Denn ansonsten würde ein kommerzieller Veranstalter einspringen. Und der dürfte erst recht keine Rücksicht auf die Planungen der Dormagener Vereine nehmen.

Er habe unterdessen den Kontakt zu den hiesigen Karnevalisten gesucht und sie frühzeitig auf die drohende Überschneidung 2018 hingewiesen. Die KG Thalia Delhoven werde ihre Proklamation nun auf den 10.11. 2018 vorziehen, und die Straberger Schützenbruderschaft rücke mit ihrer Karnevalssause um eine Woche nach hinten - auf den 24.11. 2018. Bei der KG Ahl Dormagener Junge sei das nicht möglich, sagt deren Präsident Jens Wagner. "Der Samstag nach dem 11.11. ist bei uns der Tag der Proklamation unserer neuen Tollitäten, das ist Tradition." Und daran soll nicht gerüttelt werden: "Der Termin ist einfach gesetzt." Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die KG im nächsten Jahr nicht wie gewohnt bei "Dormagen feiert Kölsch" dabei sein wird, was Wagner bedauert: "Denn für unsere Leute ist so ein Auftritt vor 2000 Leuten natürlich etwas Besonderes."

Vielleicht kommt es in Zukunft ja doch noch zur Umsetzung einer Idee, die Karl Koch ins Gespräch gebracht hat: die lokalen Dormagener Proklamationen in die Großveranstaltung im TSV-Sportcenter einzubetten. "Das wäre für mich die Traumlösung, wir würden alles dafür tun, dass die Vereine ihre Proklamationen bei uns abhalten", sagt Koch. Die Reaktionen seien bislang aber eher verhalten bis ablehnend gewesen, gibt er zu.

Quelle: NGZ
 
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