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Dormagen
Katholischer Pfarrer predigte zum Reformationstag

Dormagen. Über die Einladung der evangelischen Pfarrerin Alexandra Späth, beim Reformationsgottesdienst in der Friedenskirche in Zons zu predigen, hatte sich der katholische Pfarrer Peter Stelten sehr gefreut. "Es ist schon etwas Besonderes, dass der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde ausgerechnet zum Reformationstag eingeladen wird, und es entbehrt nicht einer gewissen Spannung", sagte Pfarrer Stelten in seiner Predigt. "Ihre Einladung ist ein Zeichen einer großen Vertrautheit und einer Ökumene, die sich in guter Nachbarschaft vollzieht, ohne große Aufgeregtheiten. Ökumene, die sich im Alltag vollzieht, wenn wir uns sehen und einander treffen, die ohne große Events auskommt, die kurzfristig schön sind, aber wenig nachhaltig", sagte Stelten.

Entscheidend sei das gemeinsame Fundament, die gemeinsame Geschichte und die versöhnte Zukunft, die bereits begonnen habe, so Stelten: "Auch wenn wir in unterschiedlichen Konfessionen leben, als evangelische, orthodoxe und katholische Kirche und viele, viele kleine Gemeinschaften, und es wohl noch lange Zeit tun werden." Für alle christlichen Kirchen sei es die gemeinsame Aufgabe, die Botschaft Jesu zu leben, auch wenn Konfessionen zuweilen unterschiedliche Akzente setzen würden.

Es gelte, den Glauben in die säkulare Welt zu tragen: "Christentum braucht jetzt Ausdrücklichkeit. Bisher sind wir immer noch davon ausgegangen, dass unsere Welt, in der wir hier leben, noch irgendwie christlich tickt. Wenn wir uns da mal nicht irren", meinte Stelten. Es bedürfe eines klaren Profils der Christen und ihrer kirchlichen Einrichtungen, das auch nach außen getragen werden sollte: zu St. Martin ebenso wie zu Weihnachten und Ostern.

(cw-)
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