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Dormagen
KGV-Chef Gröger hat den Nachwuchs im Blick

Dormagen: KGV-Chef Gröger hat den Nachwuchs im Blick
Sommerfest im Kleingartenverein Horrem, das Norbert und Ingrid Gröger sowie Georg Weber (r./2. Vorsitzender.) mit vorbereitet haben. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Beim traditionellen Sommerfest des Kleingartenvereins Horrem wurde den erneut zahlreichen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik geboten. Von Hans-Gerd Marzinkowski

Wer die Kleingärten des Vereins "KGV Horrem 1985" am Rudolf-Harbig-Weg betritt und vorbei an Rosen- und Nelkenweg sowie Dillgasse in Richtung der beiden Vereinshäuser strebt, dem fällt sofort die gepflegte Gartenkultur mit großen, zumeist mit Apfelbäumen gepflanzten Freiflächen auf. Nur am Rande des lohnenswerten Weges zu den beiden Natur-Teichen findet man schon mal das ein oder andere Grundstück, in das ihre Besitzer nicht so viel Zeit investieren.

Am vergangenen Wochenende feierte der Kleingartenverein Horrem, mit 160 Parzellen der größte unter Dormagens Kleingartenanlagen, sein traditionelles Sommerfest - bei glücklicherweise trockenem Wetter. Auffallend waren die vielen jungen Familien mit Klein- und Kleinstkindern.

Chef der Anlage ist Norbert Gröger (66). Er gehört zu den Gründern, ist seit 2012 Vorsitzender und wurde soeben wiedergewählt. "Wir haben viele junge Mitglieder, aber zumeist machen deren Eltern und Großeltern die Arbeit." Stark zunehmend ist die Anzahl der Gartenfreunde mit Migrationshintergrund: "Ihr Anteil macht mittlerweile rund 50 Prozent aus." Das ist für Norbert Gröger allerdings nicht nur Grund zur Freude, denn seiner Ansicht nach leidet das Gemeinschaftsgefühl leider "unter so mancher Clanbildung". Und auch die Überalterung hat der Vorsitzende fest im Blick. Nicht nur das Sommerfest, sondern auch ein wunderschöner Spielplatz am großen Vereinshaus zielen aus diesem Grund ganz besonders auf die Jüngsten. Dazu kommt ein jährliches Lampionfest im Herbst, bei dem die Kinder mit Laternen und Gesang durch die Anlage ziehen und dafür ein Geschenk erhalten.

Beim Sommerfest unterhielt ein "Ballonclown" speziell die Kinder und Janine verzauberte mit Schminke dann besonders reizende Kindergesichter. Mit einem Kindertrödelstand und Traktorrundfahrten kam für die kleinen Gäste niemals Langeweile auf.

Norbert Gröger war wie in allen Jahren zuvor mit dem Besucherandrang "sehr zufrieden", dann stimmt auch der Erlös, "denn für ein Minus müssten alle Pächter gerade stehen". Auch für die Großen gibt es attraktive Unterhaltung. So sang am Samstag der Shantychor "Dormagener Silbermöven", am Sonntag trat die Linedancegruppe "Wild West Roses" auf.

Dazu gab es opulente (vor allem die Kuchentheke) und preisgünstige Speisen- und Getränkeangebote. Ein aufmerksamer Ordnungsdienst sorgte für reibungslose Abläufe. Also alles eitel Sonnenschein? "Nicht nur", sagt Norbert Gröger, "es gibt auch schon mal, wenn auch selten, Ärger." Dann versucht ein Vermittlungsausschuss, in dem alle drei Dormagener Kleingärten vertreten sind, eine Einigung zu erreichen.

Norbert Gröger genießt aber jetzt die Zeit zum Relaxen, Grillen und zur ersten Ernte. Er freut sich, dass sich die vielen Vorbereitungen zum Sommerfest einmal mehr auszahlen. "Dabei hat meine Frau Ingrid, Kassiererin und gute Seele des Vereins, weitaus mehr Arbeit als ich."

Quelle: NGZ
 
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