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Dormagen
Kinder wundern sich über die vielen Fütterungen junger Vögel

Dormagen. Die "Dormagener Umweltscouts" entdecken ihre Umgebung. Ein Termin führte die Acht- bis Zwölfjährigen zur Auswilderungsstation nach Nievenheim.

Zehn Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren waren jetzt im Rahmen der Aktion "Dormagener Umweltscouts" zu Gast in der Auswilderungsstation Nievenheim. Werner Döring hatte zu diesem Termin für die Mädchen und Jungen viele Tiere dabei: Spatzen, Mauersegler, Kohlmeisen, Bachstelzen, Rotkehlchen, einen jungen Falken und sogar eine kleine Eule. So konnte er den Kindern direkt zeigen und erklären, was die Vögel so an Nahrung benötigen.

Große Augen bekamen die Kinder, als sie erfuhren, wie häufig die kleinen Vogelkinder gefüttert werden müssen. Die vermuteten drei bis fünf Fütterungen am Tag pro Vogel gehen weit an der Realität vorbei - sie reichen bei weitem nicht aus. So muss beispielsweise eine junge Blaumeise als Nestling täglich etwa 50 bis 150 Mal gefüttert werden - ein Pensum, das Werner Döring nur mit Unterstützung seiner Frau schafft.

Die Kinder durften auch gleich das Füttern ausprobieren und konnten dabei feststellen, dass so ein winziger Vogel den Schnabel reflexartig so weit aufsperrt, dass die Finger der Kinder hineinpassen würden. Das Futter, bestehend aus Tatar und Mehlwürmern, bekamen die Vögel mithilfe von kleinen Pinzetten in die aufgesperrten Schnäbel verabreicht.

Ein weiterer Höhepunkt im Rahmen des Kurses der Dormagener Umweltscouts war das Freilassen von Fundtieren. Auch dabei durften die Kinder den leidenschaftlichen Umweltschützer Döring unterstützen. So nahm Emily gerne einen Spatz in die Hand, um ihn anschließend in die Freiheit fliegen zu lassen. Nicht immer klappt das so einfach. Die Mauersegler benötigten etwas Starthilfe, und Döring wirft die kleinen Segler in die Luft, da diese einen höheren Abflugort benötigen. Angesichts der vielen Vögel, die aus den Vogelkäfigen in die Luft fliegen und schon bald nicht mehr zu sehen sind, ist Lara verwundert, dass das für Döring der schönste Lohn für die wochenlange Arbeit ist.

Die Umweltscouts wurden 2005 als Projekt der damaligen Dormagener Agenda und des Umweltteams gegründet. Weitere Kurse im Sommer sind: Ringelnattern mit der Biologischen Station in Knechtsteden (20. Juli), Elektroautos bei der Energieversorgung (28. Juli), eine Treckerfahrt zum Dachsbau (30. Juli), als "Goldsucher" mit der Verbraucherberatung (3. August), Ziegen und Esel von Peter Norff in Zons (13. August). Nach den Ferien stehen Fledermäuse mit den Sielmann Naturrangern und eine Obstsaft-Pressung auf dem Programm. Anmeldungen nur im Kinder- und Jugendbüro unter 02133 257-333.

(cw-)
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