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Dormagen
Kitas: Stadt will mehr Geld vom Land

Dormagen: Kitas: Stadt will mehr Geld vom Land
Landtagsabgeordnete Heike Troles (2.v.l.) traf Bürgermeister Erik Lierenfeld (r.) und die Beigeordneten Robert Krumbein und Tanja Gaspers. FOTO: Stadt
Dormagen. Die neue Landtagsabgeordnete für Dormagen, Heike Troles, besuchte die Stadt - und bekam einen Aufgabenzettel mitgegeben.

Im Mai wurde sie zur neuen Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis 45 (Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen) gewählt, knapp zwei Monate später war Heike Troles (CDU) jetzt zu ihrem "Antrittsbesuch" im Dormagener Rathaus zu Gast. In einem ersten Gespräch mit Bürgermeister Erik Lierenfeld, dem Ersten Beigeordneten Robert Krumbein und der Beigeordneten Tanja Gaspers ging es um Erwartungen und Wünsche der Dormagener Stadtspitze an die neue Landesregierung und die neuen Landtagsabgeordneten.

Besonderes Augenmerk wurde neben Themen wie Regionalplanung, Kommunalfinanzen und Förderanträge dabei auf die OGS-Betreuung und Kitas gelegt. "Eine bessere finanzielle Ausstattung des Landes ist unumgänglich", forderte Lierenfeld. "Zurzeit bauen wir viele neue Kindergärten und brauchen dafür Personal für die Betreuung und für die Integrationsarbeit.

Diese Kosten können wir als Kommunen nicht alleine stemmen", stellte Lierenfeld heraus, der ein weiteres Anliegen vorbrachte: "Außerdem muss der Einsatz von Fachkräften flexibler gestaltet werden können. Denn es ist unverständlich, dass zum Beispiel Kinderpfleger nicht als Erzieher arbeiten können, wo diese in allen Kommunen händeringend gebraucht werden."

Krumbein bestätigte die Erwartungen an das Land, der Stadt bei Investitionen wegen der dynamisch steigenden Nachfrage an Kita-Plätzen zu helfen: "Sonst können wir das nicht stemmen, wir haben schon jetzt bei den Betriebskosten der Tagesbetreuung eine Unterdeckung von 13 Millionen Euro, das sind im Schnitt 5880 Euro pro Platz, die die Stadt zahlen muss."

Auch Integration und der Umgang mit Flüchtlingen waren wichtige Themen des Gesprächs mit der neuen Landtagsabgeordneten. Die Dormagener Verwaltungsspitze machte deutlich, dass die aktuelle Pauschale des Flüchtlingsaufnahmegesetzes nicht ausreiche - im ersten Halbjahr fehlen dort rund 300.000 Euro. "Wir haben die Erwartung, dass bereitgestellte Bundesmittel schnell durchgeleitet werden und die Kommunen hier auf eine größere Unterstützung des Landes setzen können", sagte Krumbein.

(cw-)
 
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