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Dormagen
Klostermarkt mit viel Selbstgemachtem

Dormagen: Klostermarkt mit viel Selbstgemachtem
Den Besuchern im Kloster Knechtsteden gefiel vor allem die große Auswahl an selbst hergestelltem (Kunst)Handwerk FOTO: Lothar Berns
Dormagen. 59 Aussteller präsentierten am Wochenende auf dem Ostermarkt Knechtsteden ihr künstlerisches Geschick und ihre frühlingshaften Waren. "Für Osterdeko ist es am Osterwochenende ja eigentlich schon zu spät, aber trotzdem hat zum Beispiel unser Drechsler noch ein paar Holzhasen im Angebot", sagte Organisatorin Ute Godyla. Von Vera Straub-Roeben

Und auch Diana Absanova, die pünktlich am Nachmittag in ihr flauschiges Hasenkostüm schlüpfte, konnte die kleinen und sogar die großen Besucher begeistern. Die erwartete wieder ein ausgewogenes Angebot aus Kunsthandwerk und Kulinarischem. Neu in diesem Jahr war das Angebot an individuellen Kleinmöbeln von Petra Wolfram aus Köln. Sie veredelt Tischchen und Stühle in einem aufwendigen wie geheimen Verfahren. "Ich sage nur so viel: Es spielen mehrere Schichten Lack eine Rolle", sagte sie augenzwinkernd. Sie nennt ihre Technik "Decocage", das Ergebnis sind stark glänzende schwarze Möbel mit roten Blüten-Ornamenten. "Ich bin froh über den überdachten Platz, den mir Ute Godyla noch in letzter Sekunde zugewiesen hat", sagte sie mit Blick zum grauen Himmel. "So passiert meinen Möbeln nichts, wenn es regnet." Zudem im Angebot: Etageren, die sie selbst aus altem oder besonders hübschem Geschirr zusammenstellt.

Am Stand von Jutta Höner aus Düsseldorf ging es etwas handfester zu: Sie präsentierte ihre Skulpturen aus Beton, aber auch romantische Gemälde aus Acryl oder Aquarelle. Minimalistische Dekoration fertigte Harald Hamp aus Gelsenkirchen-Buer an - nämlich aus Edelstahl. Zum ersten Mal zeigte die Fotografin Gaby Schmidt ihre aufsehenerregenden Fotografien aus aller Welt auf dem Ostermarkt. "Sie war bereits beim Nikolausmarkt in Zons, deshalb freue ich mich sehr, dass sie nun auch in Knechtsteden ihre Arbeiten verkauft", sagte Ute Godyla. Neben Ansichten von New York oder Mallorca waren auch jene aus Zons oder Duisburg zu finden. Eva-Maria Tauwald bot bunte Ring-Unikate an, und Ulla Erkelenz aus Neuss bezauberte die Besucher erneut mit ihrem Handwerk: Vor den Augen der staunenden Zuschauer drehte sie Glasperlen von Hand. Glaskunst, selbst gestrickte Socken, Holzschalen, Pralinen oder Gewebtes von Gertrud Ring, die ihren Webstuhl dabei hatte, Lampen und Windlichter aus Papier, kleine Taschen, die als Kosmetiktasche, Gürtel- oder Cross-over-Tasche verwendet werden können, und Holz-Puzzle rundeten das Angebot ab.

Passend zum wenig frühlingshaften Wetter gab es übrigens auch Glühwein und gebrannte Mandeln. "Auch wenn das Wetter wieder einmal nicht so gut und viel zu kalt und zu nass ist, sind wir alle zufrieden mit der Resonanz", zog Organisatorin Godyla eine recht positive Bilanz.

Quelle: NGZ
 
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