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Dormagen
Knechtstedener Waldkinder feiern 15-Jähriges und neuen Unterschlupf

Dormagen. Gemütlich in der Natur am Feuer sitzen, dabei plaudern und eifrig den Stock drehen, damit das Brot nicht an einer Stelle zu dunkel wird. Passend zum Waldkindergarten gab es beim Sommerfest der Waldkinder Knechtsteden unter anderem Stockbrot für die Kinder. Der Knechtstedener Waldkindertagesstätte feierte am Samstag nicht nurein Sommerfest, sondern auch das 15-jährige Bestehen sowie die Eröffnung des neuen Unterstandes auf dem Gelände, das ehemals der Internationalen Bund nutzte. Und damit gehört die Knechtstedener Einrichtung "unter den Waldkindergärten schon zu den Dinosauriern", sagt Uwe Silbersdorf, pädagogischer Leiter. Nun haben sich die Verantwortlichen um den fünfköpfigen Vorstand und den pädagogischen Leiter sowie dem Erzieherteam umbenannt und sind fortan als Waldkinder Knechtsteden e.V. mit neuem Logo, einem Baum, deren Blätter ganz viele Kinderhände sind, aktiv. Damit wolle man dem Ursprung näher kommen und die Naturverbundenheit betonen. "Schließlich sind wir ja alle Kinder des Waldes", sagt Silbersdorf.

Anfangs von 9 bis 12 Uhr geöffnet wuchs der Waldkindergarten in den 15 Jahren auf seine heutige Größe: Für 40 Kinder, darunter auch acht U3-Plätze, ist der Knechtstedener Wald bis zu 45 Stunden in der Woche ein Kindergarten. Anders als in herkömmlichen Einrichtungen, gibt es hier keine Räume, sondern verschiedene Waldplätze, die die Kinder selbst benannt haben, "damit sie sich damit identifizieren können", sagt Heide Peters, Vorstandsmitglied des auf Elterninitiative gegründeten Vereins. Der neueste Waldplatz grenzt an den mittels Sponsoren finanzierten Unterstand, der etwa bei Regen genutzt wird, und heißt "Forscherplatz", da die "Kinder dort besondere Sachen, etwa ein Schneckenhaus, gefunden haben".

Vormittags geht es als Gruppe auch mal tiefer in den Wald hinein, um zu den anderen Waldplätzen zu gelangen. Dort gibt es kein vorgefertigtes Programm, da sich die Kinder hier selbst entfalten sollen. "Wenn die Kinder eine Feder finden, können wir daraus ein Projekt machen", sagt Erzieherin Ute Halada. Wenn eines der Kinder eine Frage hat, so antworten die Erzieher nicht direkt, sondern helfen lediglich bei Suche nach der Antwort. "Denn das Wissen, was man sich selbst angeeignet hat, vergisst man nie", so Haladah.

(clü)
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