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Marc Pesch
"Kölsche Welle": Wir machen weiter

Dormagen. Organisator Marc Pesch zur zweiten Festival-Auflage und zur Kritik am ersten.

Nach dem ersten Kölsche-Welle-Festival ist vor dem zweiten - oder?

Marc Pesch Wir werden weiter machen. Ausschlaggebend dafür sind die sehr positiven Rückmeldungen, die inzwischen absolut in der Mehrzahl sind. Viele Gäste, die Sponsoren und auch die beteiligten Behörden waren zufrieden oder sogar begeistert und fordern ein Weitermachen. Von daher wird es auch 2017 wieder die ,Neue Kölsche Welle' geben, dann am Pfingstsonntag, 4. Juni.

Die Band Brings ist verpflichtet?

Pesch Uns liegt ein unterschriftsreifer Vertrag vor, den wir in dieser Woche unterzeichnen werden. Von daher wird die Band Brings als Topact dabei sein. Und sie spielen nicht nur 45 bis 60 Minuten, sondern gut anderthalb Stunden.

Neben Lob hat es auch Kritik gegeben. Schlechter Klang, zu lange Umbaupausen, zu teure Getränke, zu wenig Toiletten. Was nun?

Pesch Die Kritik ist zum Teil berechtigt, zum Teil auch nicht. Der Klang im hinteren Teil war nicht gut, der Getränkehändler aus Dormagen hat sich bei seinen Planungen für die Veranstaltung verschätzt. Deshalb war beispielsweise schon nach drei Stunden kein Radler mehr da. Das darf nicht passieren. Die Phase zwischen den Bands waren aus meiner Sicht nicht zu lang. Ohne Pausen wäre nach gut drei Stunden Schluss gewesen - das geht nicht. Die Getränkepreise waren absolut im Rahmen und entsprachen 1,80 Euro für 0,2 l Kölsch, Forderungen nach Supermarktpreisen sind abwegig. Wir hatten mehr Toiletten als von der Stadt gefordert, legen aber im nächsten Jahr nochmal nach. Und: Es gab in aller Regel nur in den Pausen lange Schlangen, weil während der Auftritte kaum jemand zur Toilette oder zum Imbiss gegangen ist. Wir nehmen Kritik sehr ernst und freuen uns über Rückmeldungen der Gäste. Sie müssen aber fair sein. Mit Interneteinträgen wie ,Großer Mist hier' anderthalb Stunden nach Beginn kann ich nichts anfangen. Der gleiche Gast schreibt drei Stunden später ,super Veranstaltung'.

Glauben Sie, dass Sie 2017 den Eintrittspreis halten können?

Pesch Nein. Brings gehört zur absoluten Spitze der Bands in NRW, fast schon in Deutschland. Vertraglich wird uns sogar ein Eintrittspreis vorgegeben. Er wird deutlich jenseits der 20 Euro liegen. Der Vorverkauf beginnt im August.

Gibt es Änderungen im Ablauf?

Pesch Klar ist: Fehler, die man jetzt erkannt hat, dürfen wir nicht zwei Mal machen. Von daher muss es eine bessere Beschallung geben, die vorhandenen Toiletten werden weiter ausgebaut. Auch ein vierter Imbiss kann helfen, die Wartezeiten zu verkürzen. Aber ansonsten war vieles richtig. Das Ordnungsamt der Stadt Dormagen hat von einer vorbildlich organisierten Veranstaltung gesprochen. Das lasse ich gerne so stehen.

ANNELI GOEBELS STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: NGZ
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