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Dormagen
Konverter-Gegner aus Gohr bleiben weiter kampfbereit

Dormagen: Konverter-Gegner aus Gohr bleiben weiter kampfbereit
Die Konvertergegner aus Gohr, Broich und Umgebung erlebten gestern beim Regionalrat die Diskussionen um den Konverter-Standort mit. FOTO: L. Baten
Dormagen. Mit 17 Mitgliedern fuhr die Bürgerinitiative zum Regionalrat nach Grevenbroich: "Wir werden die Standortsuche weiter begleiten." Von Carina Wernig

So ganz trauen sie den Folgen des neuesten Gutachtens des Netzbetreibers Amprion nicht, nach dem der umstrittene Stromkonverter nicht nach Gohr kommen soll: Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Contra Konverter Gohr, Broich und Umgebung" wollen weiter kampfbereit bleiben, wie ihr Sprecher Felix Bracher ausführt. "Wir werden die Standortsuche weiter begleiten. Auflösen werden wir uns erst, nachdem der erste Spatenstich vollzogen wurde", betonte Bracher, der jedoch "zum ersten Mal seit drei Jahren optimistisch ist, dass Gohr nicht der Standort wird. Gestern war die BI aus Gohr und Umgebung mit 17 Mitgliedern zum Regionalrat nach Grevenbroich gekommen, um dort - in neuen T-Shirts - sichtbar ihren Protest aufrechtzuerhalten.

Zwar sprächen die Erdkabel-Verlegung und das neue Amprion-Gutachten gegen einen Standort in Gohr, aber BI-Mitglied Walter Giesen erinnert daran, dass auch die jetzt "konsternierten Kollegen aus Osterath" schon mal geglaubt hätten, ihr Ort sei aus dem Rennen: "Im Moment planen wir zwar keine weiteren Aktionen, aber wir wären jederzeit dazu bereit." Für ihn habe sich im neuen Gutachten gezeigt, dass nach wie vor die Dreiecksfläche in Kaarst der beste Standort sei, da er Mensch und Natur möglichst wenig belaste: "Dafür muss sich die Politik einsetzen, damit alle anderen Orte nicht weiter bangen müssen", so Giesen. Für Bracher ist es "sehr schwer nachzuvollziehen, warum sich der Regionalrat so schwer damit tut, die Kiesbindung für die Dreiecksfläche aufzuheben". Denn ohne eine solche Umwidmung steht die Kaarster Fläche, die Amprion bereits gekauft hat, nicht für den Konverterbau zur Verfügung.

Der Regionalrat hat nun gegen die Stimmen der SPD, die eine sofortige Regionalplan-Änderung anstrebt, die Bundesnetzagentur dazu aufgefordert, "das Gutachten zu prüfen, baldmöglichst das Planverfahren weiterzuführen und in diesem die Standortfrage des Konverters mit zu beantworten".

Quelle: NGZ
 
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