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Dormagen
Konverter-Gegner planen Protest bis zu Entscheidung

Dormagen. Erst kräftiger Regen, dann unangenehm-kalter Wind und schließlich Sonne - die kleine Gruppe der Bürgerinitiative "Gegen den Konverter in Gohr, Broich und Umgebung" musste mit äußeren Widrigkeiten kämpfen, um an Karsamstag auf dem Rathausplatz beharrlich weiter für ihre Belange zu kämpfen. Das Ziel heißt unverändert: Kein Konverter-Standort nahe der Wohnbebauung. "So lange nichts unterschrieben ist, kämpfen wir weiter", sagt Sprecher Walter Giesen. Weiter engagieren, obwohl es den Anschein hat, als wäre die Sache entschieden und Amprion werde den Konverter in Kaarst bauen. "Wir haben erst die erste Halbzeit gewonnen", formuliert es Markus Heiden sportlich. Da mit der endgültigen Entscheidung, die auch Unterschriftsreife haben wird, erst im kommenden Jahr gerechnet wird, wird die Bürgerinitiative ihr Anliegen offensiv vertreten.

"Bis zur Landrats- und Bürgermeisterwahl im September werden wir von den zuständigen Politikern keine aktive Unterstützung erhalten", ist sich Giesen sicher. In ihrem Flugblatt haben sie die Marschroute skizziert: "Wir werden diese Zeit nutzen, um aktiv auf die Bürger und die Politiker im Rhein-Kreis zuzugehen und sie für unser Anliegen zu sensibilisieren." Das wird am 21. April vor der Ratssitzung in Dormagen ebenso der Fall wie sie am 7. Mai in Rommerskirchen. Am 14. Mai gibt es einen Infostand am Spargelhof Feiser, am 23. Mai ebenfalls einen in Widdeshoven. Im Planungsausschuss der Stadt will man am 28. Mai die Argumente vorbringen und Für BI-Mitglied Esther Mokosch gibt es einen weiteren Aspekt, der gegen den Konverter spricht: "Angesichts einer möglichen Strahlenbelastung wäre auch die Kinder der Grundschule betroffen. Der Abstand ist einfach nicht ausreichend. Der Konverter wäre ganz schlecht für die Dorfentwicklung", sagt sie. Schon durch die Grundwasserproblematik sei Gohr negativ belastet.

(schum)
 
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