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Dormagen
Kreiskrankenhaus klärt über gefährliche Klinikkeime auf

Dormagen: Kreiskrankenhaus klärt über gefährliche Klinikkeime auf
Pflegedienstleiterin Tanja Jaeger-Goetz (l.) informiert Sert Gül. FOTO: LBER
Dormagen. Für Patienten und Krankenhäuser sind sie ein Alptraum: Klinikkeime, die sich schnell verbreiten und selbst mit Antibiotika nicht gestoppt werden können. Im Kampf für den Infektionsschutz hat die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen eine Initiative gestartet, die vor allem auf Aufklärung und Vorbeugung setzt.

Mit im Boot ist auch das Kreiskrankenhaus Dormagen im Ortsteil Hackenbroich. Wie in mehr als 180 anderen Krankenhäusern wird dort eine Wanderausstellung gezeigt, die Krankenhauskeime und deren Behandlung medizingeschichtlich einordnet. Broschüren und Plakate informieren über Verbreitungswege der Erreger und rufen zu Hygiene wie zum Beispiel gründlichem Waschen der Hände auf.

"Hygiene ist ein selbstverständlicher Bestandteil von ärztlichen und pflegerischen Tätigkeiten in unseren Krankenhäusern. Damit auch die Patienten, ihre Angehörigen und andere Besucher unserer Krankenhäuser ihren Teil dazu beitragen, die Übertragung von multiresistenten Erregern zu verhindern, ist es wichtig, sie zu informieren und zu sensibilisieren", urteilt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Auch das Krankenhaus in Grevenbroich macht mit.

Laut Krankenhaussprecherin Elisabeth Roderhoff gehören zu den Schutzmaßnahmen in Dormagen und Grevenbroich neben der Händedesinfektion regelmäßige Kontrollen und Laboruntersuchen, zudem werde der Austausch in regionalen Netzwerken genutzt.

Roderhoff macht auch deutlich, dass Krankenhaushygiene und Infektionsschutz bei den Kreiskrankenhäusern zu einem fortlaufenden Prozess mit verschiedenen Qualitätsstufen gehören. Das Qualitätssiegel EQS 1 können die beiden Kliniken bereits vorweisen. Ziel ist nun die Umsetzung der nächsten Stufe mit dem Siegel EQS 2.

Die Wanderausstellung ist ab sofort im Foyer des Kreiskrankenhauses Dormagen zu sehen und bleibt dort bis zum 23. Juli. Informationen zu den Krankenhauskeimen gibt es auch unter www.keine-keime.de

(ssc)
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