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Dormagen
Kreismuseum lockt mit Zinn und Zuckerbäcker

Dormagen: Kreismuseum lockt mit Zinn und Zuckerbäcker
Christina Althaus aus Gohr betreut in diesem Jahr wieder die Kinderkunstaktion auf dem Adventsmarkt im Kreismuseum Zons. FOTO: LH
Dormagen. Der 36. Adventsmarkt in Zons soll wieder viele Besuchergruppen ansprechen. Neben bekannten Angeboten gibt es einige Neuheiten. Von Stefan Schneider

Angelika Riemann versteht sich darauf, Menschen Geschmack auf schöne Dinge zu machen. Und das gelingt der Leiterin des Kreismuseums Zons nicht nur bei den Ausstellungen in ihrem Haus. Auch für den Adventsmarkt, der an diesem Wochenende (12. und 13. Dezember) zum 36. Mal in den Räumen des Museums stattfinden wird, rührt sie geschickt die Werbetrommel. Etwa mit dem Hinweis auf die Anwesenheit von Karl Wagnermeyer. Der stammt aus Wien, ist Zuckerbäcker und kreiert jedes Jahr neue Pralinenköstlichkeiten, denen kaum zu widerstehen ist. Und die Neugier wecken. "Er kombiniert zum Beispiel Karamell mit ein wenig Meersalz", verrät Riemann - wohlwissend, dass solcherlei Hinweise wahrscheinlich das ein oder andere Schleckermaul mehr zum Adventsmarkt ziehen wird.

Der erfreut sich allerdings ohnehin großer Beliebtheit - nach Riemanns Einschätzung wegen der besonderen und individuellen Atmosphäre ohne Einkaufsstress und mit viel persönlichem Einsatz, vor allem vom Förderverein des Museums, der sich um die Caféteria kümmert. "Wir haben ein Riesen-Stammpublikum. Die Leute mögen das Rundumerlebnis und stimmen sich bei uns auf Weihnachten ein", sagt die Museumsleiterin, die beobachtet hat, dass zunehmend jüngere Besucher kommen.

Damit keine Langeweile aufkommt, haben die Organisatoren wieder einige neue Anbieter engagiert. Dazu gehört die niederländische Glasbläserin Merlijn van der Hoeven, die Christbaumkugeln verkaufen wird. Maike Schewe bietet in Zons erstmals Taschen und Accessoires an. Auch Arbeiten eines Steinmetzmeisters können erworben werden. Dabei handelt es sich um kleinere Gegenstände wie Schalen und Uhren, "Interieur fürs Wohnzimmer", wie Riemann erläutert. Kunsthandwerk macht einen großen Anteil des Marktbestandes aus, doch es gibt auch Mohairbären, Zinnfiguren, Puppenstuben und anderes altes Spielzeug, ungewöhnliche Papiersterne aus Teeverpackungen, Marzipan, Perlen, Stickereien und diversen Weihnachtsschmuck. Insgesamt haben mehr als 30 Händler, Kunsthandwerker und Kreative ihr Kommen zugesagt.

Großer Beliebtheit bei früheren Adventsmärkten im Kreismuseum erfreuten sich die Kunstaktionen für Kinder, die die Gohrerin Christina Althaus anbot. Sie ist auch in diesem Jahr wieder dabei, um Jungen und Mädchen zu unterhalten und deren künstlerische Ader zu fördern. Die Pänz können Kleinigkeit basteln, die sie dann zu Weihnachten verschenken oder aber selbst behalten können. Die Teilnahme ist kostenlos.

Althaus' Anwesenheit dürfte sich auch wieder positiv auf die Besucherzahlen auswirken. "Oft sind es nämlich die Kinder, die ihre Eltern ins Museum ziehen", erzählt Angelika Riemann und verweist unter anderem auf ihre Erfahrungen bei den Ostereiermärkten in der Zollfeste. Wie gesagt: Die Museumsleiterin versteht sich darauf, Menschen Geschmack auf schöne Dinge zu machen. Eine kleine List ist dabei durchaus erlaubt.

Quelle: NGZ
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