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Dormagen
Lebende Krippe begeistert viele Kinder

Dormagen: Lebende Krippe begeistert viele Kinder
Die Freilichtbühne Zons wird zur Geburtsstätte des Jesuskindes: Maria und Josef (rechts im Bild) suchen Unterschlupf in Bethlehem. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Mehr als 350 Besucher verfolgten die erste Aufführung des Jahres auf der Freilichtbühne in Zons. Die Geschichte von Maria und Josef begeistert vor allem kleine Besucher. Beteiligt sind am Projekt der Heimatfreunde rund 30 Darsteller. Von Christian Kandzorra

Es ist kalt, der Wind pfeift, Schafe blöken im Stroh und im Hintergrund wärmen sich einige Hirten an der Feuerstelle, als Maria und Josef nach langer Suche endlich Unterschlupf in einem Holzstall finden. Die Kulisse der Kultur- und Heimatfreunde Zons wirkt sehr authentisch, viele Besucher haben bei der ersten Aufführung der Lebenden Krippe auf der Freilichtbühne das Gefühl, tatsächlich in Bethlehem zu sein - und lassen sich auf eine 40-minütige Zeitreise ein. Die ersten drei Aufführungen in diesem Jahr meistern die 30 Darsteller um Projektleiterin Sabine Prosch sehr gut. Rund 350 Besucher verfolgen allein die erste Aufführung am Samstagnachmittag.

Nächstes Wochenende stehen drei weitere Auftritte auf dem Plan. "Da läuft parallel auch der Adventsmarkt in Zons. Ich gehe davon aus, dass wir von den Besuchern des Marktes stark profitieren können und dass viele der Besucher beide Veranstaltungen miteinander verbinden", sagt Sabine Prosch, die in Sachen Krippe von einer "großen Tradition" spricht. Zum 13. Mal bringen die Darsteller - die meisten sind schon von Anfang an dabei - das Krippenspiel auf die Freilichtbühne. "Die Besucher sollen sich dabei aufs bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen können", sagt die Projektleiterin.

Das Besondere an der lebenden Krippe ist, dass das Geschehen am Geburtstag Jesus' nicht nur einfach erzählt oder wiedergegeben, sondern in "Echtzeit" live nachgespielt wird. "Die Geschichte wird anschaulich gezeigt - und zwar ohne viel Kitsch. Das gefällt mir", sagt Besucherin Jennifer Borgeling aus Nievenheim, die mit ihrem Mann Torben und ihren Kindern Aaron (4) und Lukas (1) dabei sind, als Maria und Josef zum ersten Mal die Bühne betreten.

Gespielt werden sie übrigens von Christa und Karl-Heinz Stumps aus Zons. "Wir sind eine starke Gemeinschaft, bei den Auftritten geht meist nichts mehr schief", erzählt Christa Stumps, die - abgesehen von einer kleinen Spielpause - von Anfang an dabei ist und auch die gute Zusammenarbeit mit Regisseur Harald Krumbein lobt.

Er kommentiert das Geschehen bei den Aufführungen und bringt die Situationen auf der Bühne für die Zuschauer in einen logischen Zusammenhang. Und zwar bis zum Auftritt der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, die Myrrhe, Weihrauch und Gold vorbeibringen, sich vor dem Neugeborenen verneigen und zuvor einem hellen Stern bis Bethlehem gefolgt waren.

Teil der lebenden Krippe sind übrigens auch acht Schafe und ein Esel, die die gesamte Erzählung noch ein Stück realistischer wirken lassen. Außerdem spielen die Techniker der Kultur- und Heimatfreunde immer wieder festliche Musik wie "Oh Du Fröhliche" ein, die die Besucher zusätzlich in Weihnachtsstimmung versetzen und manche auch emotional rühren. "Was den Kindern aber sicher in Erinnerung bleibt, ist der Engel, der später immer präsent ist", meint Besucherin Jennifer Borgeling.

Quelle: NGZ
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