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Dormagen
Lehrer der Musikschule erobern die "Kulle"-Bühne

Dormagen. Rund 80 Zuschauer beim kabarettistischen Abend. Von Anneli Goebels

"Das können wir wirklich nur alle zehn Jahre machen", sagt Eva Krause-Woletz, Leiterin der Dormagener Musikschule. Und auch Tage nach dem großen Spektakel am vergangenen Samstag steht sie noch ganz unter dem Eindruck des zweistündigen Programms, das 14 Lehrer sowie zwei Gäste auf die Beine gestellt hatten - und das "mal so eben nebenbei".

Geplant war die musikalisch-kabarettistische Revue mit dem Titel "Goldrichtig" eigentlich schon im Juni im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Musikschule. Doch "wegen vieler konkurrierender Veranstaltungen und wegen der großen Hitze haben wir uns dann entschieden, die Aufführung zu verlegen", sagt Krause-Woletz. So blieb den Musikern auch noch einige Zeit mehr zum Proben, wobei in der letzten Woche fast täglich geübt wurde. Und diese Anstrengungen wurden mit reichlich Beifall belohnt. Hits aus dem Gründungsjahr der Musikschule wurden gesungen und mit einigen Sketchen waren auch kritische "Saiten"-Hiebe verbunden. So sangen sechs Lehrerinnen "Das bisschen Haushalt" und übten damit Kritik an den ständigen Sparplänen, die dazu führen, dass an der Musikschule immer mehr Honorarkräfte und keine fest angestellten Lehrer mehr arbeiten. Mit dem Song "Die alte Leier der Fusion" wurde das Thema "Zusammenlegung der städtischen Musikschule mit der des Rhein-Kreises" noch einmal beleuchtet. Die sei zwar im Moment vom Tisch, aber, so Krause-Woletz, wahrscheinlich nicht für immer.

Viel Applaus gab es auch für die Chanson-Sängerin Charlotte Rettig, die mit ihrem Pianisten Steve Nobel unter anderem "veganes Liedgut" präsentierte und auch von Ruthilde Holzenkamp am Akkordeon begleitet wurde. Zwei Stunden Programm non stop wurde den Zuschauern geboten mit Moderation, Kostümierung und peppigen Tanzeinlagen, unterstützt von der Live-Band "Combo". Zum Beginn und zum Ende der Veranstaltung wurden zwei Evergreens zum Besten gegeben: Mit "Wir machen Musik" und "Musik ist Trumpf" wurden die außergewöhnlichen Darbietungen umrahmt. Eine Neuauflage gibt es laut Krause-Woletz frühestens in zehn Jahren - zum 60. Geburtstag der Musikschule.

Quelle: NGZ
 
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