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Dormagen
Leibniz-Schüler und die Mission "Weltenrettung"

Dormagen. Höchst unterhaltsamer Abend der Theater AG der Jahrgangsstufen 5 und 6 am Hackenbroicher Gymnasium.

Weltweit gibt es viele Kinder mit gesunden Bauchspeicheldrüsen. Um diese beruhigende Erkenntnis wurde das Publikum am Mittwochabend im Pädagogischen Zentrum des Leibniz-Gymnasiums bereichert, als dort die 18 Darsteller der Theater-AG der Jahrgangsstufen 5 und 6 die dramatisierte Fassung des preisgekrönten Kinderbuchs "Hodder, der Nachtschwärmer", auf höchst unterhaltsame Weise präsentierten.

Auch Protagonist Hodder (Floris Gerstenberg) verfügt über eine solch intakte Bauchspeicheldrüse, stellt diese aber aufgrund seines enormen Streuselschneckenkonsums auf eine Belastungsprobe und ist ansonsten ein liebenswerter Einzelgänger, der sich trotz des frühen Mutterverlustes, Papas Nachtschichten als Plakatekleber und haushaltlicher Verpflichtungen wacker durchschlägt. In den Nächten jedoch gerät er ins Träumen und eröffnet dem Zuschauer eine Welt voller Rätsel und seltsamer Ideen. Und wie bereits in den Inszenierungen der vergangenen Jahre stellt das Regieduo Felix Aktas und Rebekka Christmann sein Talent für schräge Ideen und tiefgründige Komik unter Beweis. In Schwarzlicht getauchte Feen kommen daher, um den Nachtschwärmer mit der Rettung der Welt zu beauftragen.

Es sind die leisen, poetischen und manchmal schwermütigen Momente, die so anrührend sind. Doch wird das Tragische immer wieder durch Komik gebrochen. So stellt Hodder sein Team zur Weltrettung zusammen, und dabei trifft das Publikum auf ein Panoptikum skurriler Figuren wie die wunderbar bestrickte Kamma Gudmansdottir (Emily Keunecke), die nach Lehrerzimmer und Tippex duftende Klassenlehrerin Frau Andersen (Ceren Er) und Big Mac Johnson (Matthias Fußwinkel) als rappender "Poet des Boxsports". Noch zu erwähnen sind die bewegenden Szenen zwischen Hodder und seinem nachtschichtgeplagten Vater (Colin Frießner). Hodder führt seine Mission eher lokal als global fort, gewinnt in Philipp (Bo Hoffmann) einen guten Freund und will seinen Streuselschneckenkonsum überdenken. Eine aus fünf Schülern bestehende Band lieferte den mal heiteren, mal wehmütigen Soundtrack des Abends.

Quelle: NGZ
 
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