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Dormagen
Lernen Schüler des BvS bald in Containern?

Dormagen: Lernen Schüler des BvS bald in Containern?
Schulleiter Dirk Rimpler und die Elternvertreter Claudia Kothe, Guido Wolf und Thomas Strecker (v. l.) sind für die Erweiterung per Modul-Container. FOTO: L. Berns
Dormagen. Auf dem Gelände der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule soll mit Containern in Modulbauweise die große Raumnot in der Oberstufe beseitigt werden. Von Klaus D. Schumilas

Wenn es gut läuft für die Schulgemeinde der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, dann ist am nächsten Dienstag innerhalb von zwei, drei Stunden alles durch. Zuerst beraten die Mitglieder des Betriebsausschusses Eigenbetrieb über den Vorschlag der Verwaltung, wie die Raumnot an der Nievenheimer Gesamtschule behoben werden kann, ehe im Anschluss daran der Stadtrat eine finale Entscheidung treffen könnte.

Im Raum steht die Idee, vier zusätzliche Klassenräume in Modularbauweise (eine Art flexibler Container) auf dem Schulgelände hinzustellen, um so den dringenden Raumbedarf im Bereich der Oberstufe zu beheben. Innerhalb von sechs bis sieben Monaten, so die Einschätzung der Verwaltung, könnten die Klassenräume jeweils 64 bis 70 Quadratmeter groß) aufgebaut sein. Die Kosten dafür werden auf etwa 714.000 Euro beziffert, hinzu kommt noch Geld für die Ausstattung der vier Räume.

"Mit einer solchen Lösung kann ich ganz gut leben", sagt Schulleiter Dirk Rimpler. "Gegenüber den herkömmlichen Containern ist dort der Schallschutz deutlich besser, ein wichtiger Aspekt bei Klassenräumen." Auch von Elternseite kommt Zustimmung: "Module sind nachhaltiger", sagt Schulpflegschaftsvorsitzender Guido Wolf, "es macht schon Sinn, wenn eine solche Lösung gewählt wird, die recht zeitnah umgesetzt werden kann, und wenn sich die Mehrkosten im Rahmen halten."

Seit geraumer Zeit kämpft die Gesamtschule um mehr Räume. Aber erst im vergangenen Monat beschloss der Rat die Vergrößerung der Schule in Form einer dauerhaften Vierzügigkeit in der Oberstufe. Seit über einem Jahr versucht Direktor Rimpler, auf die Probleme aufmerksam zu machen. Im letzten Schulausschuss nannte er die dramatischen Zahlen: Die bis dato dreizügig ausgelegte Oberstufe ist nominell auf 60 Schüler ausgelegt, Rimpler fährt sie im laufenden Schuljahr aus der Not mit vier Zügen und "103 eigenen Schülern" wie er betont, um der Nachfrage gerecht zu werden. Schüler, die von außen in die BvS-Oberstufe einsteigen wollen, haben keine Chance: "Für dieses Schuljahr gab es solche Wünsche von 47 Schülern, angenommen wurde niemand."

Die Verwaltung legt den Politikern eine Übersicht mit den Varianten vor. Darin wird ein Anbau in konventioneller Bauweise mit Blick auf die vorhandenen Rettungswege und Treppenhäuser vom Architekturbüro Pennings (Dormagen) als "nicht geeignet" bezeichnet. Die Bauzeit für einen Neubau auf der Freifläche nördlich des Oberstufentraktes, dessen Kosten noch nicht beziffert sind, würde zwölf Monate dauern. Zu lange, findet nicht nur die Verwaltung, sondern auch Schulleiter Rimpler, der in dieser Zeit auf ein bis zwei Fachräume verzichten müsste. Beigeordnete Tanja Gaspers sagt: "Im Hinblick auf die längerfristige Nutzung der Modulbauweise und die Zeitschiene schlagen wir dieses Vorgehen vor, auch wenn die Investitionskosten höher als bei der Containerlösung liegen."

Quelle: NGZ
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