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Dormagen
Liebe auf Italienisch gesungen und gelesen

Dormagen. "Amore, Amore" ist Programm. Zu Liebesgeschichten und -liedern luden Mario Di Leo und Reinhold Joppich ein. Von Karoline Gellrich

"Die Liebe ist etwas Wunderbares, aber auf italienisch ist sie etwas Außergewöhnliches", sagt Reinhold Joppich. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum Joppich und Mario Di Leo italienische Liebesgeschichten sammeln und sie nun unter dem Titel "Amore, Amore" (KiWi-Taschenbuch, 2016) herausgaben. Am vergangenen Mittwoch kamen sie mit ihrer Lesung in die City-Buchhandlung.

Bei Rotwein, Antipasti, Focaccia, Oliven, Grissini, Käse, Schinken und weiteren italienischen Köstlichkeiten konnten die Gäste nicht nur der Lesung von Joppich, sondern auch dem Gesang von Di Leo lauschen. Dieser sang, wie könnte es passender sein, italienische Liebeslieder und begleitete sich selbst dabei auf der akustischen Gitarre. Es war ein Wechselspiel aus humorvollen Geschichten und italienischen Liedern - die einen bekannter, die anderen teilweise vom Musiker Di Leo selbst verfasst.

"Wir machen diese italienischen Abende mit Lesung und Musik zum Thema Liebe schon seit vielen Jahren. Jetzt haben wir festgestellt, dass viele der Geschichten die wir lesen, teilweise vergriffen oder nicht mehr gedruckt werden. Deshalb haben wir sie jetzt in dem Sammelwerk festgehalten", sagt Di Leo. Ihre Lesungen sei jedes Mal ein wenig verändert. "Wir passen uns dem jeweiligen Publikum an", sagt Joppich. "Dann wird es auch für uns nie langweilig", sagt Di Leo. Aber eins haben alle ihrer Erzählungen gemeinsam: "Sie sind alle lustig, ironisch oder sarkastisch", sagt Di Leo.

So erzählt Joppich, der 30 Jahre Vertriebsleiter bei Kiepenheuer & Witsch war, ein Märchen von drei alten Damen, die einen jungen Prinzen überlisten. Schmunzeln musste das überwiegend weibliche Publikum auch über eine Kurzgeschichte von Franca Magnani, die drei Unterscheidungsmerkmale zwischen italienischen und deutschen Männern feststellt: "Zeit, Fantasie und die Mama". Aber nicht nur bekannte Autoren wie Andrea Camiller zitiert Joppich, sondern berichtet auch aus seiner eigenen Erfahrung mit italienischen Frauen. Als Buchhändler lebte er einige Jahre in Rom und konnte dort selbst erleben, wo die Unterschiede liegen: "Italienische Frauen wollen aufwendig und langwierig umworben werden", sagt Joppich. Am Ende suchten die beiden bei einem Glas Rotwein und Antipasti vom Restaurant "Bei Mimi" das Gespräch mit den Gästen und unterhielten sich, wie könnte es anders sein, vor allem über Italien.

Quelle: NGZ
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