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Dormagen
Lierenfeld: Stadt braucht Citymanager

Dormagen: Lierenfeld: Stadt braucht Citymanager
Entspannt einkaufen und sich bei einem kühlen Getränk und leckerem Essen erholen - so gestalten viele Dormagener ihren Besuch in der Innenstadt. Die soll nach dem Willen der Werbegemeinschaft attraktiver werden. FOTO: Lothar Berns
Dormagen. Die neue Werbegemeinschaft "City-Offensive Dormagen", kurz CiDo, hat alle formalen Mängel behoben. Die geplante Kooperation mit der SVGD gibt es aber aus politischen Gründen noch nicht. "Wir sind handlungsfähig", so CiDo. Von Klaus D. Schumilas

Eigentlich konnte Vorsitzende Michaela Jonas zufrieden sein. Denn die vom Amtsgericht Neuss aufgezeigten Mängel sind behoben, die Mitglieder der Werbegemeinschaf CiDo haben am Montag Abend die nun ordnungsgemäß präsentierte neue Satzung sowie die vier Beisitzer in großer Mehrheit verabschiedet bzw. gewählt. Aber ein Knackpunkt bleibt: Der Kooperationsvertrag mit der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), aus der heraus auch ein Citymanager bestellt werden soll, steht vorerst in den Sternen. Die Politik hat das Thema vorerst auf Eis gelegt. Beinahe trotzig formulierte CiDo-Beisitzer Heinz Kuboth: "Wir sind auch ohne diesen Vertrag handlungsfähig und nicht zwingend darauf angewiesen."

Die Hängepartie bedeutet unter dem Strich, dass es vorerst keinen Citymanager geben wird. Ob der überhaupt einmal seine Tätigkeit aufnehmen soll, darüber herrscht in der Dormagener Politik keine Einigkeit. In der Verwaltung wird zurzeit geprüft, welche Modelle es für eine Zusammenlegung der städtischen Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings der SVGD geben kann. "Wenn daraus eine neue Gesellschaft entstehen sollte", so Bürgermeister Erik Lierenfeld, "dann stellen sich einige die Frage, ob man womöglich kein Citymanagement benötigt. Das sehe ich allerdings anders!" Lierenfeld betont die Notwendigkeit: "Ich glaube, dass wir nicht ohne eigenes Citymanagement auskommen, weil die Schwerpunkte anders sind als beim Stadtmarketing. Natürlich gibt es Synergien, aber auch unterschiedliches Klientel. Die Politik muss es halt entscheiden."

Bis dahin setzt die CiDo auf eigene Ideen. Vorsitzende Jonas spricht von einer "hohen Erwartungshaltung der Mitglieder. Schon am zweiten Tag nach meiner Wahl wurde ich darauf hingerwiesen, mich doch mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen". Gegenüber unserer Zeitung sagte sie, dass es auch ein Anliegen ist, die Hauseigentümer an der "Kö" und den Nebenstraßen mit ins Boot der CiDo zu bekommen. Um den Leerstand optisch zu kaschieren, gibt es die Initiative "Kunst auf der Kö": In Kooperation mit dem städtischen Kulturbüro sollen ab Ende August die Werke der Junior D' Art, die jüngst prämiert wurden, in leer stehenden Läden ausgestellt werden. "Das ist aber auch in den Ladenlokalen der Händler möglich", so Jonas. "Auch andere Künstler haben bereits ihr Interesse gezeigt, ihre Werke zu zeigen." Wichtig ist der neuen CiDo der Kontakt zu den anderen beiden Werbegemeinschaften, Top West und Nievering, gerade im Hinblick auf das geplante Fachmarktzentrum auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände.

Breiten Raum nahm die IHK-Aktion "Heimat-Shoppen" ein, die von Christin Worbs vorgestellt wurde. Am 11./12. September läuft diese Aktion, mit der die Innenstädte gestärkt werden sollen. Worbs: "Die Kaufentscheidung vor Ort trägt zur Attraktivierung der Innenstadt bei." Die Händler erhalten umfangreiches Werbematerial für die Kunden.

Quelle: NGZ
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