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Dormagen
Lüpertz kommt zur Kunstinsel-Eröffnung

Dormagen: Lüpertz kommt zur Kunstinsel-Eröffnung
Holger Hagedorn auf der Halbinsel am Martinsee. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Initiator Holger Hagedorn knüpft am Netzwerk. Der prominente Künstler Markus Lüpertz hat sich schon angekündigt. Von Stefan Schneider

Bis zur Eröffnung der geplanten Kunst- und Kulturinsel am Martinsee in Zons wird sicher noch einige Zeit ins Land gehen, doch Initiator und Künstler Holger Hagedorn kann bereits den ersten prominenten Gast melden. "Markus Lüpertz hat mir sein Kommen zugesagt", erzählt der Pulheimer, der einst am Dormagener Norbert-Gymnasium sein Abitur machte und die Kontakte zur Chemiestadt aufrecht erhält.

Er habe Lüpertz bei einem Auftritt mit dessen Jazzband in Heimbach in der Eifel getroffen und ihn eingeladen. An der Kunstakademie in Heimbach ist Hagedorn als Dozent tätig.

Der renommierte Düsseldorfer Maler, Grafiker und Bildhauer Lüpertz gehört nicht nur zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart, sondern hat auch eine direkte Beziehung zur künftigen Kunstinsel, die von Kreativen als Arbeits- und Ausstellungsstätte genutzt werden und auf der ein Skulpturenpark entstehen soll. Hagedorn hat den von Lüpertz für die Quadriennale 2006 in der Landeshauptstadt geschaffenen Pavillon vor knapp zwei Jahren als Geschenk von der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) übernommen und will das einem offenen griechischen Tempel ähnelnden Gebäude auf der Kunstinsel wieder aufbauen.

Die Holzteile für den 25 Meter langen, 14 Meter breiten und 8,50 Meter hohen Pavillon wiegen insgesamt einige Tonnen. Eine weitere Verbindung zwischen Lüpertz und Hagedorn gibt es über die Kunstakademie Düsseldorf: Hagedorn (Jahrgang 1965) studierte dort in der Zeit, als Lüpertz als Rektor der Akademie fungierte.

In sein Projekt Kunstinsel hat Hagedorn mittlerweile nach eigener Aussage schon einen Betrag in fünfstelliger Höhe investiert - und sehr viel Arbeit. "Ich mache alles aus eigener Hand", erzählt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Nur ab und zu habe er Unterstützung, durch Praktikanten oder Absolventen von Sozialtagen. Dennoch kommt er gut voran. 60 Prozent des Schutts und sonstigen Abfalls, der auf der Insel zusammengekommen war, habe er mittlerweile beseitigen können, sagt der Künstler (Dormagens Dezernentin Tanja Gaspers informierte darüber jetzt auch die Mitglieder des örtlichen Kulturausschusses). "Die restlichen 40 Prozent habe ich allerdings noch vor der Brust", weiß Hagedorn, "aber an der Insel kann ich nur arbeiten, wenn bei mir gerade keine großen Projekte anstehen." Deshalb tritt er auch ein wenig auf die Euphoriebremse - obwohl er bislang "sehr viele positive Rückmeldungen" zu seiner Idee erhalten hat, zum Beispiel seitens seiner alten Schule NGK und von Menschen, die in der Nähe des Martinsees wohnen.

Auch eine Reihe einheimischer Bäume hat er auf der Insel angepflanzt, unter anderem Birken. Nun ist er dabei, eine Art Netzwerk zu knüpfen und sein Projekt überregional bekannt zu machen und Künstler dafür zu begeistern. "Auch dabei habe ich ein tolles Feedback bekommen", stellt Holger Hagedorn erfreut fest.

Quelle: NGZ
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