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Dormagen
"Mädchen für alles" bei den Handballern

Dormagen: "Mädchen für alles" bei den Handballern
Monika Breuer "schlägt die Schlacht am kalten (Kuchen-) Buffet". Für die Handballer ist sie jede Woche viele Stunden im Einsatz. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Es sind Menschen wie Monika Breuer, die ihre Freizeit investieren, um Vereine zu unterstützen. Ohne sie würde vieles nicht gelingen. Die Delhovenerin kümmert sich mit Leidenschaft um das Catering der TSV-Handballer. Von Vera Straub-Roeben

Sie ist die gute Seele der Handball-Abteilung des TSV Bayer Dormagen: Wenn Monika Breuer durch die Halle geht - meist mit schnellen Schritten, denn es gibt immer irgendwo irgendetwas zu erledigen - dann gibt es von allen Seiten ein großes Hallo. "Nach so langer Zeit kenne ich nun einmal die meisten Menschen, die regelmäßig in der Halle sind", sagt sie und lacht. Seit 17 Jahren ist sie für den TSV Bayer Dormagen ehrenamtlich aktiv. Denn zu der Zeit hat ihr damals sieben Jahre alter Sohn angefangen, Handball zu spielen. "Ich war anfangs als Betreuerin tätig." Da war sie sozusagen "Mädchen für alles", hat erledigt, was der Trainer nicht erledigen konnte. "Außerdem saß ich bei jedem Spiel auf der Bank und habe die Jungs mit Kühlpacks und aufmunternden Worten versorgt."

Doch wer geglaubt hat, Monika Breuer würde ihr Ehrenamt nach dieser Zeit freiwillig an den Nagel hängen, der hat die Rechnung ohne (in diesem Fall) die Wirtin gemacht. Schnell ist sie in ein neues Betätigungsfeld hineingewachsen: das Catering. Wenn Spiele anstehen, füllt sie die Kühlschränke auf. Bei den Spielen sorgt sie gemeinsam mit ihrem Team dafür, dass die Besucher mit Kaffee, kalten Getränken und leckeren Kleinigkeiten versorgt werden. "Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, nachzurechnen, wie viele Stunden ich in der Halle verbringe", sagt Monika Breuer. Und schließlich ist es ja auch nicht so, dass jemand etwas dagegen hätte: "Mein Mann Conny war früher als Ordner beim TSV tätig, hat das Amt aber niedergelegt und filmt jetzt nur noch die Spiele der 1. Mannschaft und der A-Jugend." Und der inzwischen 25 Jahre alte Sohn Stefan spielt noch in der 2. Mannschaft mit, wenn es die Zeit erlaubt.

"Ich kann mich hier auch nur in diesem Maß einbringen, weil ich seit sieben Jahren Hausfrau bin und nicht mehr als Frisörin arbeite", so Breuer und: "Die Hallenwarte haben mich schon gefragt, ob ich mir nicht bald mal ein Bett in der Halle aufstellen möchte. Aber ich schlafe lieber in meinem eigenen." Am Wochenende fieberte sie beim VM-Cup mit. Der wurde zum ersten Mal in dieser Größenordnung in der TSV-Halle ausgetragen, und endete für die 1. Mannschaft mit einem fünften Platz. "Zwischendurch musste ich Kaffee kochen, Brötchen schmieren und Snacks für die Mannschaften vorbereiten."

Wenn sie sich einmal nicht um das Wohl der Handballer und ihrer Fans kümmert, treibt die Delhovenerin selbst viel Sport: "Ich besuche einmal in der Woche den Aqua-Fitness- und den Pilates-Kurs des TSV und trainiere drei Mal pro Woche bei Miss Sporty" erzählt sie. Die nächste große Aufgabe erwartet sie am 25. August zum Saisonstart, am 27. August feiert der TSV für seine Sportler, Mitglieder und Helfer ein Sommerfest. Und weil sie so engagiert und zuverlässig ist, wurde sie gebeten, in Zukunft das Catering bei Seminaren im Zuschauertreff zu machen. "Das ist eine ganz neue Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Das wird dann aber nicht ehrenamtlich sein", sagt sie.

Quelle: NGZ
 
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