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Dormagen
Malerviertel wächst weiter nach Norden

Dormagen: Malerviertel wächst weiter nach Norden
In Horrem ist noch reichlich Platz für neue Bürger. FOTO: ANJA TINTER
Dormagen. Der Planungs- und Umweltausschuss hat gestern Abend einstimmig grünes Licht für die Erweiterung gegeben. Das dafür vorgesehene Gebiet soll ausdrücklich nur in Gänze und nicht in Teilbereichen entwickelt werden. Von Stefan Schneider

"Positive Auswirkungen auf die Zahl und Altersstruktur der Einwohner": Das erhofft sich die Stadt Dormagen laut Beratungspapier von dem Beschluss zur Erweiterung des Malerviertels in Horrem, den die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in ihrer Sitzung gestern Abend einstimmig fassten. Heißt: Das Projekt soll möglichst neue und jüngere Bürger anlocken. Allerdings müssen zunächst entsprechende Gespräche mit den Eigentümern der betreffenden Liegenschaften geführt werden.

Die Erweiterung soll in nördlicher Richtung erfolgen - in einem Bereich, der durch die Bahnlinie, durch die Kreisstraße 12, die Haberlandstraße und die Wohnbebauung an der Rubens- und Lochnerstraße umrissen ist. Mit der Zustimmung zu diesem Vorschlag der Stadtverwaltung machten die Politiker auch den Weg frei für eine Untersuchung zur Lärmbelastung. In diesem Zusammenhang soll ein schalltechnisches Gutachten erstellt werden. Die Verwaltung bevorzugt für das Areal Wohnbebauung in Kombination mit einigen kleineren Gewerbebetrieben, strebt also ein Mischgebiet an. "Dabei geht es aber keineswegs um produzierendes Gewerbe, sondern um Einrichtungen wie Arzt- oder Physiotherapiepraxen, die die Anwohner nicht stören würden", erläuterte Bürgermeister Erik Lierenfeld in der Sitzung.

Einigkeit zwischen Politik und Verwaltung bestand auch in der Auffassung, das vorgesehene Areal nur in Gänze und nicht in Teilbereichen zu entwickeln. Denn so könnten Kosten für Lärmschutz entlang der Bahntrasse und der Kreisstraße auf alle geplanten Wohnbauflächen umgelegt werden. "Es wäre bedenklich, wenn gut vermarktbare Flächen im Südwesten des Gebietes entwickelt werden, aber Flächen im Osten - aufgrund der zu erwartenden Kosten der Lärmschutzmaßnahmen - in Zukunft nicht mehr marktfähig sein werden", hatte Lierenfeld auch schon in dem Beratungspapier für den Ausschuss argumentiert. Die CDU, auf deren Antrag das Thema Entwicklung des nördlichen Malerviertels auf die Tagesordnung gesetzt worden war, stimmt mit dem Bürgermeister überein. Die Christdemokraten Martin Seewald und Hermann Harig hatten es ausdrücklich begrüßt, "dass die dringend notwendigen Lärmschutzmaßnahmen (...) auf alle geplanten Baufelder umgelegt werden müssen".

Die Stadt hält den Bereich nördlich des Malerviertels wegen seiner zentralen Lage und seiner Ausdehnung für besonders bedeutsam für Dormagen. Sie strebt ein "zeitgemäßes Wohnangebot" für unterschiedliche Ansprüche an - etwa seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen, Mehrgenerationenhäuser, Reihen-, Doppel- sowie Einfamilienhäuser für junge Familien.

Quelle: NGZ
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