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Dormagen
Malteser kochen ab Januar ihr "eigenes Süppchen"

Dormagen. Das Stift in Hackenbroich wird ab dem neuen Jahr nicht mehr mit Essen vom Kreiskrankenhaus beliefert. Von Anneli Goebels

Im Mai 2010 hat das Malteserstift St. Katharina in Hackenbroich geöffnet. Seitdem essen die Bewohner das, was in der Küche des benachbarten Kreiskrankenhauses auf dem Speiseplan steht. "Daran hatten wir auch nie etwas auszusetzen", sagt Marc Strobel, kommissarischer Leiter des Stifts. Dennoch wird es ab dem 1. Januar eine Änderung geben. Der vorausgegangen ist eine Kündigung des noch bis zum Jahresende bestehenden Vertrags. Der Grund: Die Malteser hätten, wie Strobel berichtet, seit Oktober einen eigenen Caterer in Solingen. Dort wurde nämlich im Herbst das Malteserstift St. Antonius eröffnet. Und dem angeschlossen ist das Unternehmen Primus, das seitdem die Bewohner in Solingen bekocht und ab Januar auch nach Hackenbroich liefern wird.

Betroffen sind davon 85 Heimbewohner und Gäste. "Bei uns können auch andere Menschen zu Mittag essen, die nicht hier wohnen", erklärt Strobel. Allerdings müssten die sich zwei Tage vorher anmelden. Von dem Angebot werde jedoch nur sparsam Gebrauch gemacht. "Mehr als fünf Gäste haben wir eigentlich nie", so Marc Strobel weiter.

Krankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus kann verstehen, dass die Malteser bald auf ihren eigenen Caterer zurückgreifen. Dennoch findet er die Kündigung sehr bedauerlich, betont aber gleichzeitig, dass das für das Personal in der Küche des Krankenhauses keine Folgen hätte. "Unsere Küche in Hackenbroich versorgt täglich 300 bis 350 Patienten sowie ungefähr 100 Mitarbeiter", sagt Nennhaus. Natürlich müsse man nun versuchen, neue Kunden zu gewinnen, vor allem vor dem Hintergrund, dass im kommenden Sommer die neue Großküche fertig werden wird.

"Dort können pro Tag 2500 Essen zubereitet werden", sagt Nennhaus. Und da sei noch Luft nach oben: Wenn es notwendig ist, sogar 3000. Die sind für die beiden Kliniken in Hackenbroich und Grevenbroich sowie für Kunden, wie Kindergärten und Schulen.

Quelle: NGZ
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