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Dormagen
Markert: Gohr ist ungeeignet als Konverterstandort

Dormagen. Es liegt nicht in der Hand der Landespolitiker, trotzdem legte sich Hans Christian Markert MdL fest: "Wenn wir die Energiewende anders organisieren würden, bräuchten wir den Konverter grundsätzlich nicht." Der in Kaarst wohnende Landtagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Dormagen, Rommerskirchen und Grevenbroich gab bei der Veranstaltung der Grünen im Landgasthaus Gohr zum Konverter zu, dass er keinen Einfluss darauf habe, dass der umstrittene Stromumwandler im Rhein-Kreis gebaut wird. Für ihn müsse der kreisweit beschlossene Kompromiss gelten, den Standort mit dem größtmöglichen Abstand zur geschlossenen Wohnbebauung zu nehmen.

In Gohr betonte Markert vor rund 40 Zuhörern: "Der Standort in Gohr ist völlig ungeeignet. Bei der Wahl zwischen den zwei schlechten Standorten wäre Kaarst vorzuziehen, weil er weiter von der Bevölkerung entfernt liegt." Bei beiden vom Netzbetreiber Amprion als geeignete Standorte bezeichneten Flächen in Kaarst ("Dreiecksfläche") und Gohr/Broich gibt es Widerstand.

Die Bürgerinitiativen aus Kaarst, Rommerskirchen und Gohr waren bei dem Konverter-Gespräch dabei. "Vielleicht gelingt ja eine Konsenslösung jenseits der bislang von Amprion vorgeschlagenen Standorte, wenn es einen gemeinsamen Vorschlag der Bürgerinitiativen gibt", verweist Markert auf das Beispiel eines solchen Zusammenschlusses in Baden-Württemberg, bei dem der Konverter nun auf dem Gelände eines früheren Atomkraftwerkes gebaut werde.

Felix Bracher von der BI "Contra Konverter in Gohr, Broich und Umgebung" mahnt die Realisierbarkeit innerhalb der Fristen an: "Wir sind offen für einen weiteren Standort, aber nur, wenn die möglichst weit davon entfernte Bevölkerung dort keine Probleme damit hat."

(cw-)
 
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