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Dormagen
Mehr als 200 Flüchtlinge leben in Mietwohnungen

Dormagen. Zurzeit leben 715 Flüchtlinge in Dormagen. Diese Zahl gab gestern Abend der Erste Beigeordnete Robert Krumbein im Hauptausschuss bekannt. Rund 36 Prozent sind Kinder und Jugendliche. Die 715 sind zu gut zwei Drittel Männer und einem Drittel Frauen.

Die meisten von ihnen, 204, sind in angemieteten Wohnungen untergebracht, gefolgt von 158 in der Unterkunft "Am Wäldchen" und 144 im "Welcome Center" an der Kieler Straße. "Wenn man alle freien Plätze in den Unterkünften zusammenzählt, kommt man auf 123", erklärte Krumbein. Mit den 90 nun einzugsbereiten Plätzen der neuen Unterkunft in Rheinfeld stehen in Dormagen mehr als 200 frei Plätze zur Verfügung, genug, um die 120 für November angekündigten neuen Flüchtlinge aufzunehmen. Krumbein erinnerte daran, dass mit den Anfang 2017 fertig werdenden Unterkünften in Nievenheim und Delhoven zwar 180 neue Plätze dazukämen, aber ab Februar das Covestro-Hochhaus "Am Wäldchen" wieder geräumt werden müsse.

Voraussichtlich ab 7. November werden die ersten der 90 Flüchtlinge die fertiggestellte Unterkunft "Zu den Maieichen" in Rheinfeld beziehen. Davor bietet der städtische Fachbereich für Integration einen "Tag der offenen Tür" am Mittwoch, 2. November von 18 bis 20 Uhr an.

"Wir wollen damit die Möglichkeit geben, die Unterkunft zu besichtigen. So können wir schon im Vorfeld Fragen zum Konzept der Einrichtung und zur praktischen Arbeit beantworten oder vielleicht einige Vorurteile ausräumen", wünscht sich Krumbein. Die Unterkunft in Rheinfeld ist in sechsmonatiger Bauzeit aus Fertigelementen in Holzrahmenbauweise entstanden. Sie besteht aus zwei zweigeschossigen Wohngebäuden, die 19 Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen umfassen. Es gibt einen Gemeinschaftsraum und Büros für Sozialarbeiter und Hausmeister. Die Baukosten betrugen rund 1,5 Millionen Euro und werden von der Stadt über die Pauschalen von Bund und Land für die Flüchtlingsbetreuung gegenfinanziert.

(cw-)
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