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Sabine Misiorny Und Tom Müller
Mehr als 3500 Zuschauer im ersten Theater-Jahr

Sabine Misiorny Und Tom Müller: Mehr als 3500 Zuschauer im ersten Theater-Jahr
Tom Müller und Sabine Misiorny sind seit 25 Jahren Schauspieler, Autoren und Regisseure. Im April eröffneten die Broicher ihr Theater in Dormagen. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Die Broicher Sabine Misiorny und Tom Müller führen seit April ihr eigenes Kammertheater in Dormagen. Für 2016 planen sie 30 Vorstellungen mehr.

Frau Misiorny und Herr Müller, vor einem Jahr steckten Sie mitten im Umbau des alten Kinos am Niederfeld, im April war die Eröffnung Ihres eigenen Theaters. Wie fällt Ihre Bilanz am Ende des Jahres 2015 aus?

Sabine Misiorny Überwältigend! Wir sind so glücklich mit dem ersten Jahr, das unsere Erwartungen weit übertroffen hat. Tom Müller Wir hatten uns im Vorfeld überlegt, dass sich unser Theater im ersten Jahr trägt, wenn im Schnitt 40 Zuschauer kommen - bei den Abendvorstellungen waren es im Schnitt 52. Insgesamt hatten die 68 Kinder- und Abend-Vorstellungen mehr als 3500 Besucher. Für 2016 planen wir mehr als 100 Vorstellungen - es wäre toll, wenn wir dann auch 5000 Zuschauer hätten.

Wie haben Sie die Resonanz erlebt?

Müller Das Schönste ist, dass so viele Zuschauer eine positive Rückmeldung geben. Wenn sie glücklich unser Kammertheater verlassen, freuen wir uns auch. Und wir hoffen, dass viele wiederkommen.

Erhalten Sie Zuschüsse oder ist das Theater komplett eigenfinanziert?

Müller Hier steckt unser Geld drin, wir selbst erhalten keine Zuschüsse. Aber wir haben einen Förderverein, der uns unterstützt. Und der hat von der Sparkassenstiftung 5000 Euro erhalten, mit denen der Förderverein zum Beispiel die Programmhefte erstellt.

Was war der schwierigste Moment im Aufbau Ihres Theaters?

Misiorny Dass wir von so vielen Handwerkern und Vorleistungen abhängig waren, bevor wir eröffnen konnten, war nervenaufreibend. Als ein paar Tage vor der Eröffnungs-Premiere noch kein Teppich lag und die Lüftungsanlage auf dem ganzen Bürgersteig in Kartons aufgereiht stand, wurde mir ein wenig mulmig, aber ich war überzeugt, dass wir es schaffen werden. Und so war es ja auch.

Welches ist Ihr Lieblingsstück?

Misiorny "Zwei wie Bonnie und Clyde", das wir ab Februar spielen. Das ist so herrlich verrückt und mal was anderes als Beziehungs-Komödien. Es ist unkonventioneller und so schön "durchgeknallt", man kann dabei einfach "ablachen".

Werden Sie alle Ihre "alten" Stücke als "M&M-Theater" auf die Bühne des Kammertheaters bringen?

Misiorny (lacht) Alle sicher nicht, aber einige schon. Müller "Lieber Liebe" bestimmt, auch "Theater, Theater" - und vielleicht noch das ein oder andere der "älteren" Stücke, das wir dann noch mal überarbeiten.

Welches Stück oder welche Jahreszeit hat sich als besonders gut für Ihr Theater erwiesen?

Müller Besonders gut lief es in der Adventszeit mit elf Mal "Schöne Bescherung" und über 1000 Besuchern. In den Herbstferien war das Theater nicht so gut besucht.

Sie wollen ein Kammerensemble aufbauen. Wie weit sind die Planungen?

Misiorny Bei uns soll immer gute Unterhaltung geboten werden, für das Ensemble brauchen wir zwölf bis 15 unterschiedliche Schauspieler. Der Anfang ist gemacht: Wir stehen mit Rainer Wittig bei "Die Wunderübung" auf der Bühne, bei "37 Ansichtskarten" sind unter anderem wieder Heidi Ruetz und HaKa Linß dabei. Ab April gibt es auch neue Gesichter bei "Hormonstress".

CARINA WERNIG FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: NGZ
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