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Dormagen
Mehrheit für Mädchen im Schützenzug

Dormagen: Mehrheit für Mädchen im Schützenzug
In den Reihen der Dormagener Edelknaben marschierten mit Ausnahmegenehmigung im vorigen Jahr zwei Mädchen mit. Jetzt stimmten die Schützen auf ihrer Generalversammlung (v.l.: König Rainer Warstat, Oberst Jacky Luckas, BSV-Chef Rolf Starke) für eine Öffnung der Jugendabteilung. FOTO: L. Hammer/Foto: G. Salzburg
Dormagen. Die Dormagener Bürger-Schützen haben sich mit 245 zu zwölf Stimmen dafür ausgesprochen, dass Mädchen in der Jugendabteilung mitmarschieren dürfen. Die Entscheidung über aktive Frauen bei den Umzügen fällt im Oktober. Von Carina Wernig

Der Bürger-Schützen-Verein (BSV) Dormagen öffnet seine Marschreihen noch nicht für Frauen - zumindest aber für Mädchen in der Jugendabteilung. Das ist das Ergebnis der Abstimmung über eine Ausnahmegenehmigung für neun bis 14 Jahre alte Mädchen, die in der Schießsportabteilung mitmachen, als Gäste bei den Jungschützen. Von 270 stimmberechtigten Schützen sprachen sich 245 dafür aus, zwölf waren dagegen, 13 enthielten sich. Eine einfache Mehrheit (136 Stimmen) hätte gereicht, um den Antrag von Jugendwart Michael Fleischhauer durchzubekommen. "Vielen Dank für Euer Votum", sagte BSV-Vorsitzender Rolf Starke. Bereits im Vorjahr waren bei den Edelknaben in Dormagen zwei Mädchen bei den Umzügen mitgegangen. Starke kündigte an, mit den Zugvorsitzenden im August darüber zu sprechen, ob und wie das Thema "marschierende Frauen" in der Satzung verankert werden könne.

Am 23. Oktober wird über die Anträge zweier Schützenzüge bei der Generalversammlung abgestimmt, ob Frauen bei den Dormagener Schützen mitmarschieren dürfen. Gestellt haben sie der Hubertuszug "7 auf einen Streich" und der Jägerzug "Schützengilde 1974" unabhängig voneinander. "Wir wollten dieses Thema nicht auf der Generalversammlung so kurz vor dem Schützenfest besprechen", hatte Rolf Starke die Vertagung erläutert.

In den Reihen der Dormagener Edelknaben marschierten mit Ausnahmegenehmigung im vorigen Jahr zwei Mädchen mit. Jetzt stimmten die Schützen auf ihrer Generalversammlung (v.l.: König Rainer Warstat, Oberst Jacky Luckas, BSV-Chef Rolf Starke) für eine Öffnung der Jugendabteilung. FOTO: L. Hammer/Foto: G. Salzburg

Außer dieser Entscheidung standen am Mittwochabend im gut besetzten Schützenhaus die letzten Vorbereitungen für das Schützenfest vom 26. bis 30. Juni im Mittelpunkt. Geschäftsführer Uwe Heier trug die Änderungen und Abläufe der Festtage vor: "Es erwartet uns ein fast ganz normales Schützenfest", sagte Beier. Neben der großen Änderung, am Schützenfestdienstag erst um 18.30 Uhr mit dem Umzug und Krönungszug zu beginnen, gibt es viele kleinere Abweichungen vom bisherigen Programm. Und natürlich werden das Platzkonzert und der Fackelzug am Schützenfest-Samstag nach der WM-bedingten Vorverlegung im vorigen Sommer nun wieder um 19 beziehungsweise 21 Uhr beginnen. Es gibt wieder ein Feuerwerk am Samstagabend, an dem DJ Marc Pesch auflegt. Für Sonntagabend hat das Königspaar Rainer und Jutta Warstat mit der Sängerin Sarah Schiffer eine Helene-Fischer-Show verpflichtet.

In ihrer Rede hatte Schirmherrin Tanja Engwicht, Regionalleiterin der VR Bank in Dormagen, die ehrenamtliche Arbeit der Schützen gelobt und dem BSV-Vorstand für seine Arbeit gedankt. Jung und Alt seien gemeinsam gesellschaftlich aktiv: "Man steht nicht allein da", wies die Schirmherrin auf das gute Zusammengehörigkeitsgefühl unter Schützen hin.

Anschließend gaben die Schützen ihrem Oberst Hans-Jakob ("Jacky") Luckas das Heimgeleit zum Historischen Rathaus. In der "Kulle" feierten viele Gäste mit ihm und seiner Frau Sieglinde einen stimmungsvollen Oberstehrenabend. Der Hackenbroicher Ehren-Generaloberst und Vize-Bürgermeister Hans Sturm übergab für den Freundeskreis eine riesige Plane mit einem Bild des Gastgeber-Paares Luckas.

Quelle: NGZ
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