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Dormagen
Messgerät ermittelt Zahl der Touristen viel genauer

Dormagen. Guido Schenk macht keine großen Worte, wenn es um den Tourismus-Standort Zons geht: "Zons läuft", sagt der Leiter des Stadtmarketings der SVGD. Das ist zunächst einmal keine bahnbrechende Erkenntnis, weil bekannt ist, dass die Altstadt sich in den vergangenen Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt hat und touristisch auch kreisweit zu den Höhepunkten zählt. Aber jetzt kann Schenk dies auch viel klarer als bislang mit Zahlen untermauern. Dank eines neuen Messgeräts, das die Besucherfrequenz misst. Das ist zuletzt auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vorgestellt worden. In Zons wurde es auch angewendet. Schenk: "Von der 35. bis zur 46. Kalenderwoche wurden 200.000 Besucher gezählt."

Diese jüngste Zahl lässt Schenk glauben, dass die bislang angenommene und immer in die Öffentlichkeit transportierte Besucherzahl von 600.000 im Jahr zu gering ist. "Möglicherweise geht es sogar in Richtung eine Million."

Dieses Messgerät registriert jeden Besucher, der auf seinem Handy die W-Lan-Funktion eingeschaltet hat und an der Touristinfo in Zons vorbeikommt. Weil natürlich nicht jeder Besucher diese Voraussetzungen erfüllt, haben die Entwickler diese Zahlen mit echten Zählungen übereingelegt und daraus den Faktor 1,5 entwickelt. Schenk: "Die Zahl der registrierten Besucher werde dann mal 1,5 genommen und ergeben einen realistischen Wert." Mittlerweile wurde auch in der Innenstadt ein solches Frequenz-Messgerät installiert. Es steht im Historischen Rathaus und soll helfen, Besucherzahlen beim Wochenmarkt ebenso zu konkretisieren wie beim jetzt anstehenden Weihnachtsmarkt.

Geplant ist eine Ausweitung der Frequenzmessungen. So wird der Tannenbusch ab kommendem Frühjahr auch ein Standort sein. Die Mietkosten belaufen sich pro Gerät auf 800 Euro im Jahr. Einen weiteren Beleg für die zunehmende Attraktivität von Zons sieht der Stadtmarketingleiter in der Auslastung der Parkplätze. "Seit zehn Jahren steigen die Einnahmen. Von Januar bis September war es wieder ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr." Angesichts dieser Zahlen hat Schenk nur wenig Verständnis für das Klagen von Gastronomen vor Ort über zu geringe Gästezahlen.

(schum)
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