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Dormagen
Migranten: Stadt soll vor allem Deutsch-Kenntnisse fördern

Dormagen. Die Stadt soll sich bei ihren Integrationsbemühungen von Zuwanderern in den nächsten Jahren besonders auf die Förderung von deutschen Sprachkenntnissen konzentrieren. So lautet die Empfehlung von Ellen Schönen-Hütten, Fachbereichsleiterin für Bürger- und Ratsangelegenheiten, die im Integrationsrat jetzt Bilanz zog zum sogenannten Monitoring, einem System zur Überprüfung des Standes der Integration. Von Stefan Schneider

Über einen Zeitraum von drei Jahren waren in Dormagen Daten aus rund 40 Handlungsfeldern zu diesem Thema gesammelt worden. Beleuchtet wurden zum Beispiel die Entwicklung der Zahlen von Schülern mit Migrationshintergrund und deren Schulabschlüsse. Der abschließende Bericht soll dem Rat in seiner Dezembersitzung vorgestellt werden. Dann wird möglicherweise auch darüber entschieden, ob das Integrations-Monitoring fortgesetzt wird. Schönen-Hütten riet im Integrationsrat zumindest schon einmal davon ab, dies in der bisherigen Form zu tun. Eine derart umfangreiche Datenerhebung wie in den vergangenen drei Jahren sei zu aufwendig und binde zuviel Arbeitskraft der städtischen Mitarbeiter. Und: "Unsere Einflussmöglichkeiten sind relativ gering", sagte die Fachbereichsleiterin.

Unstrittig sei indes, dass Sprachkompetenz ein wesentlicher Schlüssel für gelingende Integration sei, sagte Schönen-Hütten. Deshalb solle der Blick in Dormagen zunächst vor allem darauf gerichtet werden. Folgende Handlungsschwerpunkte sollten aus Sicht der Fachfrau gesetzt werden: Die Anzahl der Kindergartenkinder in Dormagen bis drei bzw. bis vier Jahren und deren Sprachförderbedarf solle festgestellt werden; zudem gelte es, einen Blick auf die Integrationskurse der Volkshochschule zu werfen. Kernfragen: Wieviele Kurse gibt es, wer hält sie, und wer besucht sie?

Quelle: NGZ
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