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Dormagen
"Mister Kreisel" wird heute 80 Jahre alt

Dormagen: "Mister Kreisel" wird heute 80 Jahre alt
Ratsmitglied Hermann Harig, der heute 80 Jahre wird, im Kreisverkehr an der Hackhauser Straße und Salm-Reifferscheidt-Allee. FOTO: Jaz
Dormagen. CDU-Ratsmitglied Hermann Harig ist immer im Einsatz für eine bessere Mobilität. Sein Archiv umfasst Anträge seit Anfang der 1970er. Von Carina Wernig

Die Drucksache und den Antrag aus den vergangenen 50 Jahren, die Hermann Harig nicht aus seinem umfangreichen Privatarchiv ziehen kann, müssen wohl erst noch geschrieben werden. Der Hackenbroicher ist seit 1969 - als Mitglied des Rates und Vizebürgermeister der damaligen Gemeinde Straberg - politisch im Dormagener Stadtgebiet aktiv. Dabei hat er sich vor allem dem Thema Mobilität verschrieben, noch bevor es so genannt wurde - vor allem, was den Straßenverkehr und den Öffentlichen Personen-Nahverkehr betrifft. Engagiert kämpft Hermann Harig, der heute sein 80. Lebensjahr vollendet, für die richtige Gestaltung von Straßen, Häusern und Flächen. Wegen seines großen Einsatzes für Kreisverkehre wird er gern "Mister Kreisel" genannt.

Heute wird gefeiert: Hermann Harig hat Freunde und Weggefährten eingeladen, darunter viele noch heute handelnde Ratsmitglieder, weswegen eigens der Beginn des städtischen Hauptausschusses um eine Stunde auf 14 Uhr nach hinten gelegt wurde. "Ich möchte die Menschen treffen, die in meinem Leben Bedeutung haben und mich auf meinem Weg begleiteten", äußerte sich Harig in seiner Einladung. Der Planungsexperte sitzt seit der Kommunalen Neugliederung 1975 mit zwei kurzen Unterbrechungen, die von 1984 bis 1989 sowie von 2009 bis 2012 dauerten, für die CDU im Dormagener Stadtrat.

Darauf, dass vieles von dem, was er anpackt, gelingt, ist Hermann Harig zurecht stolz: "95 Prozent der Dinge, die ich anpacke, werden realisiert", sagte der Vermessungsingenieur vor ein paar Jahren. Dabei hat er sich zum Beispiel "gegen große Widerstände", wie er sich erinnert, mit seiner Forderung einer direkten Anbindung der Alten Heerstraße und damit des Chemparks an die Autobahnauffahrt Richtung Neuss eingesetzt: "Das Straßenschild ,Harig-Allee', das Kollegen von mir vor der Einweihungsfeier vor 30 Jahren aufgestellt hatten, wurde vom Bauamt abmontiert", so Harig, der sich für Kreisverkehre, Querungshilfen und genau 74 Bordsteinabsenkungen eingesetzt hat. Auch auf Kreisebene kämpft Harig für Verbesserungen: "Im Planungsbereich kann man einiges erreichen und diese Verbesserungen dann auch sehen", erklärte er. 2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und die Ehrengabe der Stadt.

Geboren wurde Harig am 1. Dezember 1937 in Trier, im Dorf Geisfeld wuchs er auf dem Bauernhof seiner Eltern inmitten vieler Tiere auf. Zu seiner Lehrstelle als Vermessungstechniker bei der Flurbereinigungsbehörde in Trier fuhr Hermann Harig täglich mit dem Bus, wobei er 2,5 Kilometer zu Fuß zur Bushaltestelle zurücklegen musste. Kein Wunder, dass er sich später für eine Optimierung des Bus-Angebots eingesetzt hat. Nach dem Studium arbeitete er als Diplom-Ingenieur an den Vorbereitungen zur Moselkanalisierung mit, bevor er 1959 im Vermessungsbüro der Bayer AG in Dormagen begann, so dass er nach Straberg zog. Seit 1982 wohnt er in Hackenbroich, seine Lebensgefährtin ist Maria Kauke. Bis zum Ruhestand 1997 war er sieben Jahre in leitender Funktion in der Bayer-Liegenschaftsabteilung tätig.

Quelle: NGZ
 
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