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Dormagen
Mit dem Fahrrad bis nach Santiago

Dormagen. Drei Gruppen des Raphaelshauses begeben sich auf eine Wallfahrt mit dem Rad.

Unter den drei von der Kirche anerkannten Pilger-Fortbewegungsmitteln zum Wallfahrtsort Santiago de Compostela in Spanien ist das Fahrrad "das praktischste", wie Björn Hoff, Bereichsleiter der Kick-off-Gruppen im Raphaelshaus erklärt: "Zu Fuß würde es sehr lange dauern und mit Pferd oder Esel ist es nicht ganz so einfach für mehr als 20 Jugendliche." Denn aus den drei Jungengruppen des Dormagener Jugendhilfezentrums - benannt nach Otmar Alt, Kurt Hahn und Horst Wackerbarth - haben sich in den Sommerferien 21 Jugendliche und sieben Pädagogen auf die Rad-Wallfahrt begeben.

Sie bewältigten ein Teilstück ihres Vier-Etappen-Weges, den sie 2015 in den Osterferien in Dormagen begonnen haben. Zunächst kamen sie bis Orleans in Frankreich, in den darauffolgenden Ferien bis La Rochelle an der Atlantikküste, von wo aus sie nun in den Sommerferien als Selbstversorger bis nach Spanien, bis Leon, fuhren. "Wir werden in den Herbstferien unser Wallfahrtsziel in Santiago erreichen", sagt Hoff. Es fehlen nur noch knapp 300 der insgesamt 2000 Kilometer. Das letzte Stück soll zu Fuß bewältigt werden: "Das ist ein ganz besonderes Erlebnis", weiß er von seinen eigenen zwei Wallfahrten.

Das spirituelle Erlebnis einer Rad-Wallfahrt hat auch pädagogische Ergebnisse, wie Björn Hoff erläutert: "Die Jungen erkennen, was sie leisten können, und erhalten Anerkennung für diese Reise." Denn sie bedeute auch eine gesunde Mischung aus Trecking-Tour, Zeltlager-Stimmung, Überwindung zum Beispiel der Gebirge, Wallfahrts-Erleben, tollen Landschafts-Eindrücken und kulturellen Erkundungen, so Hoff: "Mit dem Rad saust die Landschaft nicht so schnell vorbei wie mit dem Auto oder Bus - und trotzdem ist man fünf Mal so schnell wie zu Fuß."

(cw-)
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