| 00.00 Uhr

Wort Zum Sonntag
Mitleid und Hilfe für Menschen in Not

Wort Zum Sonntag: Mitleid und Hilfe für Menschen in Not
Daniela Meyer-Claus. FOTO: LH
Dormagen. Immer mehr Menschen strömen in unser Land. Sie fliehen vor den Lebensbedingungen daheim. Deutschland wird zu einem Land der Hoffnung für viele. Menschen hoffen auf ein Leben ohne Krieg, ohne Verfolgung, ohne Armut, hoffen auf Arbeit, Wohnraum, Wohlstand.

Bis zu 800 000 Menschen sollen es in diesem Jahr noch werden. 800.000 Träume von einem besseren Leben. Während einige bleiben dürfen, werden manche vermutlich in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Deutschland reagiert gespalten. Eine Welle der Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft rollt durch das Land, während aber auch schon wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen.

Erinnerungen werden wach an die Kriegs- und Nachkriegszeit in Deutschland und an die Zeit davor. Im Neuen Testament heißt es bezugnehmend auf die Weisungen des Alten Testaments: "Du sollst Gott lieben (...) und deinen Nächsten wie dich selbst." (Lukas 10, 27) Schon damals wurde die Frage diskutiert, wer denn mein Nächster ist. Jesu Antwort darauf ist eindeutig: Mein Nächster ist der, der in Not und auf meine Barmherzigkeit angewiesen ist - heute würden wir sagen: auf meine Hilfe und mein Mitleid. Im Blick auf die Zukunft ist hier sicher kein kurzfristiger Aktionismus geboten, sondern verantwortliches Handeln, dass es allen möglich macht, langfristig in Frieden und zufrieden in ihrem Land zu leben.

Pfarrerin Daniela Meyer-Claus, Kreuzkirche Nievenheim

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wort Zum Sonntag: Mitleid und Hilfe für Menschen in Not


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.