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Dormagen
Modellbauer fliegen zum Jubiläum hoch hinaus

Dormagen: Modellbauer fliegen zum Jubiläum hoch hinaus
Sommerfest zum Jubiläum des Modellbau-Clubs Stürzelberg. Winfried Schuengel (l.) und Marc Turkalj mit einem Hubschrauber der 700er Klasse. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Der Stürzelberger Club feierte am Wochenende mit einem Sommerfest sein 50-jähriges Bestehen.

Mit einem großen "Freundschaftsfliegen" feierte am Wochenende der Verein "Modellflug Stürzelberg" (MFS) sein 50 jähriges Bestehen. Gäste befreundeter Vereine aus nahezu ganz Nordrhein-Westfalen nahmen daran teil, während die 130 Mitglieder des MFS vorwiegend aus Dormagen und von der gegenüberliegenden Rheinseite stammen. Darunter sind Jugendliche aller Altersgruppen (rund 15 Prozent aller Mitglieder).

"Wir holen sie von PC und Fernseher weg und begeistern sie für ein faszinierendes Hobby", sagt der Vorsitzende Hartmut Schmalow. 1967 wurde der Verein in Stürzelberg gegründet und hatte seinen Flugplatz zunächst in der Zonser Heide. Dabei gab es seit den 1950iger Jahren bereits einen Vorgänger, wie sich Winfried Schüngel erinnert. Seit 1960 war er in der "Gerhard Fieseler-Modellbaugruppe" engagiert und gehörte dann zu den Gründungsmitgliedern des MFS. Von den Gründern lebt auch noch Franz Malzkorn, der anschließend 30 Jahre lang Vorsitzender war.

Heute pflegen die Mitglieder auf dem großzügigen Fluggelände am Stüttger Weg Segelflieger, Motorflugzeuge bis drei Metern Spannweite, Jets mit Turbinentriebwerken und vereinzelt Drohnen. Die Elektromotoren sind auf dem Vormarsch. Dabei hat dieses wunderbare Hobby durchaus seinen Preis. Kleinsegler gibt es zwar schon ab 100 Euro, der Sender schlägt aber schon mit rund 300 Euro zu Buche. "Historische Nachbauten, wie Doppeldecker, die zumeist im Eigenbau hergestellt werden, sind aber günstiger", erläutert Pressewart Hans-Joachim Wetzler. "Jets mit Düsenantrieb kosten auch schon mal 15.000 Euro und mehr."

Was die Mitglieder mit ihren attraktiven Geräten dürfen, regelt das Luftfahrtgesetz sehr genau. Auf dem zugelassenen Modellfluggelände dürfen die Flieger bei gutem Wetter bis auf 300 Meter steigen - bei guter Sicht, sonst ist bei der Wolkengrenze Schluss. Außerhalb des Flugplatzes sind über 100 Meter nur mit Sondergenehmigung erlaubt. In jedem Flugzeug befindet sich ein Höhenmesser, so kann der Flugleiter jederzeit die genaue Höhe feststellen.

Zum Jubiläum waren wegen böiger Winde nur vereinzelt Flieger in der Luft, vor allem Helikopter, die kaum auf Winde reagieren. Aber auch einige Motorflugzeuge konnten im Freestyle Kunstfiguren wie Looping, Hovering (in der Luft wie Helikopter stehen) und die attraktive Torque-Rolle (Drehung um die Längsachse). Für die rund 300 Jubiläumsgäste (an beiden Tagen) war eine ansprechende Gastronomie eingerichtet.

(Nima)
 
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