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Dormagen
Monitoring: Messbarkeit von Integration diskutiert

Dormagen. Im Juli 2012 wurde in Dormagen das Monitoring-System für Integrationsarbeit eingeführt, um über einen Zeitraum von drei Jahren Erkenntnisse über den Stand der Integration zu erhalten. Dadurch sollen Defizite, zum Beispiel in der Sprachförderung, leichter identifizierbar werden, so dass mit gezielter Förderung gegengesteuert werden kann. Eine Arbeitsgruppe des Integrationsrates soll Handlungs-Maßnahmen ableiten.

Nachdem über die Datenmenge und Auswahl bereits vor einem Jahr diskutiert wurde, gab es nun in der Sitzung des Integrationsrates eine erneute Debatte über Art und Vollständigkeit der Ergebnisse. Wie Ellen Schönen-Hütten, Fachbereichsleiterin für Bürger- und Ratsangelegenheiten, erläuterte, liegen die Daten für 2012 und 2013 komplett vor, die von 2014 zu fast zwei Dritteln.

"Ein umfangreiches Monitoring ist sehr wichtig für die Integration", hatte Integrationsrats-Vorsitzender Mehmet Güneysu 2014 die größtmögliche Auswertung gewünscht. Die scheitert aber am Aufwand der oft komplizierten Erhebung, so fehlen nun Daten der Schulen. Sie sollen bis 28. Oktober ermittelt sein, wenn der Arbeitskreis Monitoring über die Vorgehensweise berät.

Eine Umfrage unter Verwaltungsmitarbeitern über kulturelle Hintergründe sei mit zusätzlichen Kosten verbunden, daher regte Bürgermeister Erik Lierenfeld an, nur die Staatsangehörigkeit zu betrachten: "2014 hatten von 101 neuen Mitarbeitern 21 einen Migrationshintergrund, das sind 20,79 Prozent."

(cw-)
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