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Dormagen
Mord: Anstiftung in zweitem Fall?

Dormagen. Hat es zunächst so ausgesehen, als ob dem 47 Jahre alten Dormagener, der am vergangenen Samstag festgenommen wurde, "nur" der Mord an einem 32-Jährigen vorgeworfen werden kann, so hat die Staatsanwaltschaft die Liste verlängert: Dem Hackenbroicher wird nun auch die Anstiftung zu einem weiteren Mord in einem anderen Fall vorgeworfen.

"Das ist auch Gegenstand des Haftbefehls", sagt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer (Köln). Der Beschuldigte schweigt weiterhin zu den Vorwürfen, während sein Anwalt Akteneinsicht nimmt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei in Köln muss sich der Mord im Januar ereignet haben. Die stark verweste Leiche des Opfers war am vergangenen Donnerstag in einem Wald in Lindlar gefunden worden. Ein Tippgeber hatte einen Journalisten des Express informiert, die alarmierte Polizei konnte anhand der vagen Beschreibung den Fundort der Leiche nicht finden. Das gelang danach aber Tippgeber und Journalist in einer Gemeinschaftsaktion. Warum der Mann mit seinem Hinweis so lange gewartet hatte, obwohl er offenbar schon länger über Kenntnisse verfügte, kann die Staatsanwaltschaft noch nicht sagen. Klar ist, so der Oberstaatsanwalt, dass "Tippgeber und Beschuldigter miteinander gut bekannt waren."

(schum)
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