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Mückenplage in Dormagen
Tierhalter in Sorge wegen Mücken-Spritzmittel

Das hilft gegen Mücken
Das hilft gegen Mücken FOTO: dpa, bsc wok fpt tmk
Dormagen. Eine Mückenplage rund um die Dormagener Stadtteile Zons und Rheinfeld hat auf Facebook für Verwirrung gesorgt. In einigen Facebook-Gruppen hieß es, die Stadt habe unangekündigt Mückenpestizide gespritzt, wodurch Haustiere zu Schaden gekommen seien. Die Stadt Dormagen hat nun eine Richtigstellung veröffentlicht.  Von Susanne Hamann

"Entgegen Spekulationen in den Sozialen Netzwerken: Stadt hat bisher keine Mückenschutzmittel ausgebracht", ist in einem aktuellen Facebook-Post der Stadt Dormagen zu lesen. Damit wehrt sich die zuständige Behörde gegen Vorwürfe, die in den vergangenen Tagen auf der sozialen Plattform laut geworden sind. "In verschiedenen Gruppen von Hundehaltern waren Gerüchte aufgekommen, wir hätten unangekündigt Mückenschutzmittel verspritzt", sagt  Harald Schlimgen, Pressesprecher der Stadt Dormagen. "Tatsächlich haben wir aber nur überlegt, Maßnahmen zu ergreifen, und das scheint irgendwie auf Facebook durchgedrungen zu sein. Unternommen haben wir allerdings noch nichts." 

Für Aufruhr habe das deswegen gesorgt, weil einige Tierbesitzer den schlechten Gesundheitszustand ihrer Hunde auf das vermeintlich verspritzte Mittel zurückführten. "Aber da kann kein Zusammenhang bestehen, weil wir bislang nur gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz prüfen, ob wir in dieser Hinsicht aktiv werden sollen, und wenn mit welchen Mitteln", sagt Schlimgen. 

Um mehr Beschwerden auf Facebook zu vermeiden, habe die Stadt entschieden, die Öffentlichkeit über die aktuelle Situation zu informieren. "Das war uns wichtig, um ein Buschfeuer zu verhindern", sagt der Pressesprecher. 

Seit Ende Juni herrscht in Dormagen eine Mückenplage. Hauptursache ist das schwül-warme Wetter mit regelmäßigen Regengüssen, bei dem sich die Tiere besonders schnell vermehren. "Man muss das aber richtig einordnen", sagt Peter Schütz, Pressesprecher beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), "es gibt jedes Jahr in den Sommermonaten in Europa und eben auch in Deutschland eine Mückenplage. Sie mit Pestiziden zu bekämpfen macht dann Sinn, wenn sich die Menschen lokal stark beschweren oder die Halter von Weidetieren deswegen über Probleme klagen." 

Die Stadt Dormagen prüft jetzt, ob es in der aktuellen Situation angebracht ist, spezielle Mückenpestizide zu versprühen. Dabei handelt es sich in der Regel um ein biologisches Vernichtungsmittel auf Basis einer speziellen Bakterie (Bacillus thuringiensis). Das Mittel zerstört die in Gewässern abgelegten Mückenlarven, schadet anderen Insekten jedoch nicht.  

(ham)
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