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Dormagen
Museumstag weckte bei Besuchern Lust auf Heimatkunde

Dormagen: Museumstag weckte bei Besuchern Lust auf Heimatkunde
Museumsleiterin Angelika Riemann (v.) informierte in Zons. FOTO: Tinter
Dormagen. "Ich bin zum ersten Mal in diesem Museum, obwohl ich schon seit über zehn Jahren in der Region wohne." Mit seiner Aussage entspricht Dirk Samel wohl ziemlich genau der Zielgruppe, die die Organisatoren im Blick hatten, als sie vor 39 Jahren den Internationalen Museumstag ins Leben riefen. So wie mehr als 6500 weitere Museen in ganz Deutschland nahm auch das Kreismuseum in Zons gestern erneut am Aktionstag teil. Von Bernd Rosenbaum

Zusammen mit seiner Frau Jaqueline ist Samel aus Neuss angereist, um sich die verschiedenen Ausstellungen in Zons anzusehen. Interessiert streifte das junge Paar - er ist 25 Jahre alt, sie 28 - durch die Räume im ersten Stock des teilweise historischen Gebäudes und bewundert die aufwendig in Handarbeit hergestellten japanischen Färbeschablonen. Über eine ganze Reihe dieser Katagami, wie die filigranen Vorlagen in ihrer Heimat heißen, verfügt das Kreismuseum. Noch bis zum 26. Juni läuft die Ausstellung "Der andere Blick", die die Entwicklung dieses alten japanischen Handwerks bis ins Computerzeitalter verfolgt und Bezüge zum westlichen Jugendstil herstellt. Museumsleiterin Angelika Riemann erläuterte den Besuchern am Sonntag gleich zweimal die Details. Jaqueline Samel und ihr Mann hatten in der Zeitung vom Museumstag und dem Programm im Kreismuseum gelesen. "Für uns ist dieser Tag auch eine tolle Gelegenheit, einmal etwas über die eigene Stadt zu erfahren", findet der gebürtige Dormagener Dirk Samel. Museen besuche man sonst eher in anderen Städten.

Riemann leitete am Sonntag auch noch eine weitere der insgesamt fünf kostenlosen Führungen, die sich mit den archäologischen Funden befasste, die bei Ausgrabungsarbeiten in den 1980er Jahren auf dem Gelände der Burg Friedestrom gemacht wurden, zu dem auch das Kreismuseum gehört. Scherben von tönernen Krügen ließen darauf schließen, dass die Bewohner der kurfürstlichen Burg nicht allzu wohlhabend waren, so Riemann. Besonders aufschlussreich fanden Gabi und Martin Nicklich aus Rheinfeld, dass das Pflaster im Innenhof die Grundrisse der Gebäude nachzeichnet, die dort früher einmal gestanden hatten. "Das war mir gar nicht bewusst, als wir da drüber liefen", so Martin Nicklich.

Quelle: NGZ
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