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Dormagen
Musik erinnert an alte TV-Serien

Dormagen. Michael Stamm spielte Fernsehmelodien der vergangenen Jahrzehnte. Von Christian Lücke

"Hören Sie mal fern" lautete das Motto der Veranstaltung im Phono- und Radiomuseum und das war durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Michael Stamm lud die Gäste ein, sich mit Fernsehmelodien der vergangenen fast 60 Jahre an ihre Kindheit oder Jugend zu erinnern. Das älteste Stück war "Hotel Victoria" aus der gleichnamigen Fernsehserie. Es ist von 1961 und wurde damals von Vico Torriani gesungen.

"Ich versuche im Rahmen der Dormagen Kulturbunt Reihe jedes Jahr etwas Neues aufzuführen und da es Fernsehmusik so noch nicht gibt, habe ich mich damit beschäftigt", sagt der Berufsmusiker (Gesang, Klavier und Komponist) Michael Stamm. "Auch beim Raussuchen der Melodien fühlte ich mich oft an meine Kindheit erinnert", sagt Stamm, der auch die Melodie der Krimiserie "Die Zwei" mit Tony Curtis und Roger Moore (spielte später James Bond) zum Besten gab: "Das waren Privatdetektive, die als Freizeitbeschäftigung in einem roten Ferrari Dino herumfuhren. Die Serie war auf lustig gemacht und die Detektive haben nicht alles bierernst genommen. So sind sie bei einer Verfolgung zwischendurch auch mal etwas Essen gegangen", sagt der Zonser Musiker. Neben Serienmelodien wie die der Lindenstraße, der Sesamstraße oder Derrick, spielte Stamm auch Jingles verschiedener Talkshows, etwa die der Moderatorinnen Anne Will, Sandra Maischberger oder Maybrit Illner. Zudem stellte der Berufsmusiker auch einen Teil der Tagesschau mit Tagesschau-Melodie, dem Lottozahlenjingle und dem Wetterbericht mit Abschlussmelodie nach.

"Ich habe die Serien früher alle im Fernsehen geschaut und gehört", sagt Rainer Berkenhoff, dem nicht nur bei Derrick Erinnerungen einholten, sondern auch beim Titellied der Serie "Die Bezaubernde Jeannie", die von 1969 bis 1977 lief und im Schnitt eine Einschaltquote von 48 Prozent hatte. "Damals gab es nur drei Fernsehprogramme und die Sendungen liefen von 16 bis 22 oder 23 Uhr", sagt Berkenhofff. Volkmar Hess, Mitbetreiber des Phono- und Radiomuseums, war mit Nachmittag zufrieden: "Mit über 50 Gästen sind wir nahezu ausgebucht." Auch er erinnerte sich bei den Songs an seine Kindheit. "Meine Oma hatte 1954 den ersten Fernseher, ich bin 1958 geboren und wir haben in der Familie schon immer Fernseh geschaut." Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kulturbunt Reihe statt. Für 2017 wollen die Künstler neue Ideen entwickeln und die Reihe fortsetzen.

Quelle: NGZ
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