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Dormagen
Nach 26 Jahren verabschiedet sich der Major

Dormagen: Nach 26 Jahren verabschiedet sich der Major
Jägermajor Horst Upadek auf seinem Pferd vor St. Michael. Im Juni reitet er zum letzten Mal dem Jägerkorps voran. FOTO: Freibeuter
Dormagen. Horst Upadek bereitet seinen letzten Korpsball am 5. März unter seiner Leitung vor. Es gibt zwei Kandidaten für die Nachfolge. Von Carina Wernig

Einladungen verteilen, Rückmeldungen entgegennehmen, Sitzordnung erstellen - zurzeit dreht sich bei Horst Upadek alles um den Korpsball am 5. März im Schützenhaus Dormagen. Ein bisschen Wehmut ist auch dabei, schließlich wird es sein letzter Korpsball in der Funktion als Major sein. "Nach 26 Jahren an der Spitze sollten jetzt auch mal Jüngere übernehmen, obwohl ich mein Majorsamt immer gern ausgeübt habe", sagt der 74-Jährige, der vor drei Jahren zum Jägeroberst befördert worden war. Zur Generalversammlung des BSV am 21. Oktober wird Upadek nicht mehr antreten. Der Nachfolger als Major des Jäger- Hubertus- und Scheibenschützenkorps wird dann für vier Jahre gewählt. Auf der Jägerversammlung hat Upadek zwei Schützen genannt, die ihre Bereitschaft erklärt haben: Guido Loibl und Uwe Heier, beides ehemalige Vorstandsmitglieder des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Dormagen.

Seinen möglichen Nachfolgern hat Horst Upadek die Aufgaben als Korpsführer genau beschrieben, die sich auch auf Einladungen und Veranstaltungen im ganzen Jahr beziehen, wie er erklärt: "Die Aufgaben sind sicher bei weitem nicht so intensiv wie für den geschäftsführenden BSV-Vorstand, dennoch kostet auch das Amt als Jägermajor Zeit und Geld", erklärt Upadek. Für ihn kamen auch Reitstunden dazu, da er auch nach dem Verzicht von Oberst Jacky Luckas nicht darauf verzichten wollte, mitten im Regiment auf dem Pferd zu sitzen: "Diese Tradition finde ich schön und wollte sie pflegen." Sein langjähriger Adjutant Uwe Kosbab hat ihn dabei unterstützt. "Wir sind ein gut eingespieltes Team, auf Uwe kann ich mich verlassen", sagte Upadek, der vor allem seiner Frau Hella dankt: "Ohne diese Unterstützung ginge das nicht." Auch seine Tochter Petra - Frau von Uwe Heier, der bis Oktober 2015 Geschäftsführer des BSV war, bevor er aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten musste - hat das Schützenamt ihres Vaters Horst Upadek stets positiv begleitet.

Der begeisterte Kegler bei den "Holzköpp" ist seit 60 Jahren Schütze beim BSV, 1956 trat er in die damaligen "Jung-Ratsschützen" ein, deren Vorsitzender er 30 Jahre war - 1978 vereinigten sich beide Ratsschützenzüge. Jetzt ist Upadek, der auch als St. Martin in Rheinfeld und an der Nettergasse im Einsatz ist, Ehrenvorsitzender des Zugs, der dieses Jahr sein 90-Jähriges feiert. Zwölf Jahre hatte Upadek als Jugendwart des BSV die Vorstandsarbeit kennengelernt, bevor er 1990 zum Jägermajor gewählt wurde. "Damals habe ich mir nicht träumen lassen, dass ich 26 Jahre an der Spitze stehen würde", erinnert sich Upadek. "Mein absolutes Highlight war unser Schützenkönigsjahr mit meiner Königin Hella", weist er auf das Jahr 2001/02 hin. Den Schützen bleibt Upadek über den Oktober hinaus erhalten, auch wenn er beim Schützenfest im Juni das letzte Mal reiten wird: "Ich helfe weiter gern, gerade bei der Elektrik im Schützenhaus", sagt der Messe- und Regelmechaniker, der bei Erdölchemie gearbeitet hat.

Quelle: NGZ
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