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Dormagen
Nein zur Ringerhalle – springt Kreis ein?

Dormagen. Alle Hoffnungen im Vorfeld der Ratssitzung am Dienstag trogen: Die Jamaika-Koalition blieb bei ihrem "Nein" zur Ringerhalle in Ückerath. Auch ein Appell von Ratsmitglied und Vorsitzendem des AC Ückerath, Detlef Zenk, fruchtete nicht – am Ende votierten in geheimer Abstimmung 18 Ratsmitglieder für und 26 gegen die Halle. Zuvor hatte Kämmerer Ulrich Cyprian bestätigt: Die Halle koste nach ihm übermittelten Zahlen 600 000 Euro und werde zu 80 Prozent bezuschusst; für die Stadt und ACÜ blieben je 60 000 Euro.

CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer mahnte an, dass irgendwo mit dem Sparen begonnen werden müsse. Deutliche Kritik an dieser Haltung kommt von der SPD. Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt: "Das Nein der Koalition zur Ringerhalle in Nievenheim ist ein Stück aus dem Tollhaus." Er befürchtet, dass das Land nach der Ablehnung Dormagen gegenüber sehr zurückhaltend in der Vergabe von Zuschüssen sein werde.

Jetzt stellt sich die Frage, ob der Rhein-Kreis Neuss in die Bresche springt. Dazu Dieter Welsink, CDU-Fraktionschef im Kreistag und ehemaliger Dormagener Spitzensportler: "Wir bedauern die Entscheidung des Rates, auch wenn nachvollziehbar ist, dass in Zeiten knapper Kassen alle Projekte auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Unser Spitzensport ist ein Aushängeschild einer erfolgreichen Regionalpolitik." Der Bundesleistungsstützpunkt Ringen ist dabei laut Dezernent Jürgen Steinmetz ein wichtiger Mosaikstein. "Mittelfristig werden nur öffentliche Mittel bereit gestellt, wenn wir eines der neuen NRW-Leistungssportzentren werden." CDU und FDP wollen jetzt prüfen, ob der Kreis die Halle übernimmt. Die Entscheidung soll am 21. April im Kreisausschuss fallen.

Quelle: NGZ
 
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