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Dormagen
Neue Flüchtlinge ab Mitte August

Dormagen: Neue Flüchtlinge ab Mitte August
Die ersten Flüchtlinge kamen am 27. Juli 2015 um 22.20 Uhr in der kurzfristig eingerichteten Notunterkunft an der Beethovenstraße an. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Die Bezirksregierung hat angekündigt, nach längerer "Atempause" bis Oktober 360 weitere Flüchtlinge nach Dormagen zuzuweisen, dann sollen auch die fünf neuen temporären Unterkünfte fertig sein. Von Carina Wernig

"Wir haben noch 14 Tage Aufschub vereinbart, so dass ab 15. August die ersten 60 neuen Flüchtlinge nach Dormagen kommen", sagte Erster Beigeordneter Robert Krumbein. Dann sei auch das "Welcome Center" betriebsbereit, in dem die Flüchtlinge zunächst aufgenommen werden.

Vor genau einem Jahr kamen die ersten 32 der 150 Flüchtlinge an der Beethovenstraße an. In der Turnhalle der Realschule musste die Stadt auf Anordnung der Bezirksregierung eine Landes-Notunterkunft errichten: Innerhalb von acht Stunden wurde sie am 27. Juli 2015 - inklusive Feldbetten und Essensversorgung - organisiert. Städtische Mitarbeiter, Hilfsorganisationen, die Feuerwehr, Dormagener Ärzte und das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises waren im Einsatz, so dass um 22.20 Uhr, als die ersten Flüchtlinge mit dem Bus ankamen, alles vorbereitet war. Ehrenamtliche Helfer und Spender kamen bereits kurz nach Bekanntwerden der Ankunft zur Halle. "Ich bin sehr froh und stolz, wie unsere Stadt diese Aufgabe bisher mit enormer Hilfsbereitschaft bewältigt hat", hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld vor einem Jahr gesagt und allen Beteiligten "ein Riesen-Lob und großen Dank" ausgesprochen.

Bis zu diesem Zeitpunkt lag die Zahl der Flüchtlinge in Dormagen bei 368. Ein Jahr später sind es rund 700: 672 Asylbewerber und 36 unbegleitete minderjährige Ausländer, so Krumbein. Sie sind in städtischen Unterkünften und in Wohnungen untergebracht - die beiden Landes-Notunterkünfte sind geschlossen. Anfang April verließen die letzten Flüchtlinge die Turnhalle an der Beethovenstraße, die in den nächsten Tagen wieder für den Sportbetrieb freigegeben wird. Die zweite Landes-Notunterkunft Am Wäldchen, die ab September 2015 betrieben wurde, ist seit Anfang des Jahres in kommunaler Trägerschaft. "Das gut belegte Haus steht uns jedoch nur bis Februar 2017 zur Verfügung, dann müssen wir eine Alternative haben", so Krumbein. Im ehemaligen Bayer-Wohnheim leben bis zu 200 Menschen.

Quelle: NGZ
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