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Dormagen
Neue Pläne für die zweite Rettungswache

Dormagen: Neue Pläne für die zweite Rettungswache
Um das Nachfolgemodell dieses Fahrzeugs unterzubringen, benötigt der Löschzug Nievenheim - hier Uwe Birkmann - eine höhere Halle. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Die neue Wache am Feuerwehrgerätehaus Nievenheim könnte in Wohnräume einziehen. Für Spezial-Fahrzeug ist größere Halle nötig. Von Carina Wernig

Die Baugenehmigung für die Rettungswache am Feuerwehrgerätehaus Nievenheim ist erteilt. Doch noch wird der knapp 450.000 Euro teure An- und Umbau nicht umgesetzt. "Es hat jetzt eine Änderung gegeben: Die laufende Planung wird angehalten", hatte Beigeordnete Tanja Gaspers im Betriebsausschuss des Eigenbetriebs erklärt. In der nächsten Sitzung dieses Gremiums - am 19. Mai - sollen die neuen Pläne vorgelegt werden.

Denn der Bau der Rettungswache wird nicht mehr als eigenständiger Anbau an das Gerätehaus wie bisher vorangetrieben. Der Grund: Für ein Spezial-Fahrzeug zur Rettung von kontaminierten Unfallopfern, der "AB V-Dekon", wird eine höhere Halle benötigt, die statt der Rettungswache links neben dem Gerätehaus entstehen könnte. Die Sozialräume der neuen Rettungswache, der zweiten im Dormagener Stadtgebiet, könnten in einer jetzt leerstehenden Hausmeister-Wohnung untergebracht werden, hieß es.

Die mit Gift oder anderem "schmutzigen Material" verseuchten Verletzten sollen in diesem Abrollbehälter gereinigt und dann weiter zur medizinischen Behandlung transportiert werden. Auf dieses aus einem Container und einem Ladewagen bestehende Einsatzfahrzeug ist der Löschzug Nievenheim vom Katastrophenschutz geschult worden - mit Einsatzgebiet im Rhein-Kreis Neuss und darüber hinaus. "Wir sind als ,Verletzte Dekon'-Einheit auch landesweit im Einsatz", erklärte Löschzugführer Patrick Frohn gestern auf Nachfrage. Dem Löschzug Nievenheim gehören 77 Ehrenamtler an, darunter 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Nun soll das Ladefahrzeug gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden, das größere Ausmaße hat und daher mehr Platz - vor allem in der Höhe - benötigt, damit es im Notfall sofort einsatzbereit ist. "Architekten sollen eine Alternativplanung entwickeln, die jedoch noch nicht vorliegt", erklärte gestern der Erste Beigeordnete Robert Krumbein auf Nachfrage. "Auch wenn wir durch diese Neuplanung ein paar Wochen Zeit verlieren sollten, ist sie das wert", betonte er, dass durch eine sinnvolle Änderung der Pläne viel gewonnen werde. Diese Ideen der neuen Verteilung seien mit der Leitung der Feuerwehr und des Löschzugs abgestimmt.

Im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Dormagen ist der Anbau der Rettungswache und Umbau des Gerätehauses Nievenheim noch mit 450.000 Euro enthalten. Es wurde zunächst von einem Baubeginn je nach Witterung von Anfang 2016 ausgegangen, mit der Prognose, Ende 2016 fertig zu sein. Das könnte sich nun etwas verzögern.

Die Rettungswache soll Platz bieten für einen Rettungswagen, dazu Desinfektion, Lager, Duschen, Umkleiden und Toiletten für Damen und Herren, einen Bereitschaftsraum, ein Büro und Ruheräume. Mit der Rettungswache soll aus dem vor neun Jahren begonnenen Provisorium ein fester Standort im Dormagener Norden entstehen. Bisher halten sich die Sanitäter für den im Februar 2007 in Nievenheim stationierten Rettungswagen in einer umgebauten Garage auf.

Quelle: NGZ
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