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Dormagen
Neue Trainerin macht Hunde fit für den Alltag

Dormagen: Neue Trainerin macht Hunde fit für den Alltag
Die Hundetrainerin Elke Balzer erzieht in der Hundeschule von Tierheim und Tierschutzverein in Hackenbroich die Vierbeiner, die ihren Herrchen und Frauchen Sorgen bereiten. Unser Foto zeigt sie mit Hündin Lotta auf dem Trainingsplatz FOTO: ati
Dormagen. Elke Balzer bringt neues Leben ins Tierheim Hackenbroich. Mit ihrer Arbeit will sie helfen, Vierbeiner vermittelbar zu machen. Von Christian Kandzorra

Sie liegt ein bisschen versteckt an der Roggendorfer Straße, ein paar Hundert Meter Luftlinie vom Dormagener Tierheim in Hackenbroich entfernt: die Hundeschule. Der Rasen-Platz, auf dem Hunde ab September offiziell wieder trainiert werden sollen, wurde jetzt neu eröffnet, nachdem der Betrieb dort etwa einen Monat stillgestanden hatte. Jetzt nimmt sich die ausgebildete Hundetrainerin Elke Balzer aus Neuss-Allerheiligen genau den Vierbeinern an, die ihren Herrchen Sorgen machen. Das Angebot der Hundeschule richtet sich jedoch nicht nur an Privatleute: Auch das Tierheim, der Tierschutzverein "Notpfote" sowie die Ehrenamtler, die mit den Tierheim-Hunden Gassi gehen, sollen von der Schule künftig profitieren können.

Die Hundeschule wird vom Tierheim und vom Tierschutz-Verein betrieben. Beide Einrichtungen kooperieren miteinander und arbeiten schon seit längerer Zeit mit Elke Balzer zusammen. "Ich arbeite gerne mit Menschen und Tieren. Das ist meine Leidenschaft", sagt die 50-Jährige, die ursprünglich den Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin gelernt hat. Nach ihrem Umzug nach Neuss stand für sie fest: Sie braucht eine neue Herausforderung. "Vor allem die Arbeit mit Hunden hat mir schon immer Spaß gemacht", erzählt Elke Balzer, die selbst fünf Hunde hat und sich fest vorgenommen hat, in den Trainings-Platz an der Roggendorfer Straße wieder neues Leben zu bringen. Das Ziel: Hunde sollen dort so erzogen werden, dass sie alltagstauglich werden, sich an Regeln halten und - das ist wichtig fürs Tierheim und den Tierschutzverein - dadurch leichter an neue Besitzer vermittelt werden können. Das funktioniert jedoch nur, wenn bestimmte Situationen mit dem Hund immer wieder trainiert werden.

Bei der Wiedereröffnung am Samstag drehte sich auf dem Trainings-Areal alles um die Tiere, die als "die besten Freunde des Menschen" bekannt sind. Mit dabei: Natürlich Elke Balzer, die Hunde und Besitzer durch einen Spaßparcours führte, eine Hundefriseurin, eine Hundefotografin, der Tierschutzverein "Notpfote" um ihre Vorsitzende Babette Terveer, das Tierheim-Team um Tanja Kalkowsky - und eine Kartenlegerin. Letztere passte zwar nicht direkt ins Bild. Vielleicht hat sie der Hundeschule aber eine gute Zukunft vorhergesagt, die Elke Balzer zumindest viele der Besucher wünschten.

Die Neusserin weiß, dass vieles, was Hundebesitzer als Fehlverhalten ihres Vierbeiners werten, gar nicht vom Tier ausgeht, sondern vom Menschen. "Viele machen den Fehler, dass sie ihren Hund zu sehr betüddeln und ihm zu viel Aufmerksamkeit schenken. Hunde brauchen Führung. Sie müssen liebevoll, aber eben auch konsequent erzogen werden", erklärt die 50-Jährige, die auf diesem Wege schon Hunderten Menschen und Tieren geholfen hat. Mit ihrer Arbeit konnte Balzer unter anderem der Hundepflegerin Michaela Stadtmüller mehrfach helfen. Sie sagt: "Manchmal wusste ich nicht mehr weiter. Ich konnte aber bei allen Trainings selbst sehr viel dazulernen." Inzwischen betreut Michaela Stadtmüller ihren 52. Pflegehund - die meisten stammen aus dem Ausland und wurden etwa vom Tierschutzverein gerettet. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Tierpflegern", betont "Notpfote"-Vorsitzende Barbette Terveer.

Quelle: NGZ
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