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Dormagen
Neuer Betreiber könnte Café Seitenweise retten

Dormagen: Neuer Betreiber könnte Café Seitenweise retten
Eine Schließung des Cafés ist wenig wahrscheinlich. Es gibt Interessenten für eine Weiterführung. FOTO: Ati
Dormagen. Beim Informationstreffen gab es ein halbes Dutzend potenzieller Interessenten an dem Café.

Wer über Dormagens "Kö" schlendert und auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen im Café Seitenweise einen Stop einlegt, der spürt nichts von Endzeitstimmung. Dabei ist klar, dass Inhaber Stephan Thönneßen im Herbst den Laden dicht macht, auf jeden Fall aber selbst dort nicht mehr als Gastronom auftreten wird. Er sucht nach einem Nachfolger, der womöglich das bisherige Konzept weiterführt. Und er ist optimistisch: Denn bei einem Treffen in der vergangenen Woche im Café informierte sich eine handvoll Leute über den Betrieb. "Ich bin guten Mutes, dass es eine Lösung geben wird", sagt der gelernte Buchhändler.

Fünf, sechs Parteien waren an dem Abend dabei, sahen sich das Café in aller Ruhe an und ließen sich von Thönneßen Näheres erzählten. "Es gibt natürlich noch nichts Konkretes", sagt er. "Die Palette reicht vom Fortbestand in der bisherigen Form bis zu ganz eigenen Vorstellungen, die erfahrene Gastronome mitbringen." In den nächsten Wochen werden konkrete Zahlen und weitere Informationen ausgetauscht. "Nach 21 Jahren Buchhandlung und sechs Jahren Café wird es für mich Zeit, etwas Neues zu beginnen - eine Entscheidung, die langsam, aber sicher gereift ist", begründet der 55-Jährige seine Entscheidung. Es ist der zweite Abschied für Thönneßen. Ende Januar 2016 hatte er die benachbarte Buchhandlung geschlossen, die innen mit dem Café verbunden gewesen ist. Die Marktlage mit der starken Internet-Konkurrenz hatten ihn dazu gezwungen.

(schum)
 
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