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Dormagen
Neuer Eigentümer will Hochhaus aufwerten

Dormagen: Neuer Eigentümer will Hochhaus aufwerten
Das markante Hochhaus am Ortseingang von Horrem soll saniert und der Platz freundlicher gestaltet werden. Auch Studenten-Leben gewünscht. FOTO: LBerns
Dormagen. Die Wohnungsgesellschaft Noratis hat 755 Horremer Wohnungen von Röhr gekauft. Sie will knapp sieben Millionen in Horrem investieren. Von Carina Wernig

Die 755 Wohnungen der Firma Röhr in Horrem (Am Rath, Hochhaus, drei Blocks am Rübenwegs) haben einen neuen Besitzer: Die Wohnungsgesellschaft Noratis aus Eschborn bei Frankfurt hat sie gekauft und nun einen Sanierungsplan gestartet. "Wir wollen Qualitäts-Wohnungen zu günstigen Preisen vermieten", stellte Igor Bugarski, geschäftsführender Gesellschafter von Noratis, seine Philosophie der Aufwertung dar. Sein Unternehmen wolle knapp sieben Millionen Euro in Horrem investieren: "Wir haben uns bewusst für Dormagen mit seiner guten Lage zwischen Köln und Düsseldorf und für Horrem mit dem Bahnhof entschieden, um mit Sanierungsmaßnahmen Quartiere zu entwickeln."

Das ist ganz im Sinne des laufenden Stadtteilentwicklungsprojektes "Soziale Stadt Horrem". Daher lobte Bürgermeister Erik Lierenfeld den neuen Wohnungswirtschafts-Partner gestern für die "bisher schon sehr positive Zusammenarbeit". Die Planungs- und Umsetzungsphase des Stadtteilprojektes ist von 2014 bis 2018 angesetzt. "Als gebürtiger Horremer freut es mich sehr, dass die Wohnqualität im Stadtteil, in dem ich aufgewachsen bin, nun verbessert wird", wies Lierenfeld darauf hin, dass gemeinsam mit den Bürgern und der Wohnungswirtschaft, zu der auch die Dormagener Baugenossenschaft gehört, Horrem zurzeit neu gestaltet wird.

Zu den Umsetzungszielen des neuen Eigentümers Noratis gehört auch die Neugestaltung des Hochhauses. "Da können wir uns nicht nur eine Sanierung der Wohnungen, sondern auch eine Verbesserung der sterilen Platzsituation vorstellen", sieht Igor Bugarski Nachholbedarf beim "Eingangstor" für Horrem. Das könnte durch Begrünung oder andere Maßnahmen erreicht werden, so der neue Eigentümer: "Wir möchten auch die kleinen Läden neu vermieten, gern auch für eine Art Café zum Verweilen." Ausdrücklich gewünscht ist dabei eine lebendige Atmosphäre wie bei einem Studenten-Café. Hochschüler sind als Mieter willkommen, wie Bugarski betont: "Wir vermieten gern an Studenten, aber auch an junge Familien, Alleinerziehende, Krankenpfleger Polizisten, Senioren", zählt er die für ihn nötige "Mischung der Mieter" auf, die stimmen muss. Ein reines Studenten-Viertel würde er ablehnen.

Zunächst einmal ändere sich außer dem neuen Ansprechpartner und Besitzer nichts für die bisherigen Mieter. Die Sanierung der Wohnungen ("Keine Luxus-Sanierung") werde nach und nach in Angriff genommen. Im Schnitt würden 200 bis 300 Euro pro Quadratmeter investiert. Auch der Leerstand von zurzeit 20 Prozent soll bald der Vergangenheit angehören, zeigt sich Bugarski optimistisch - angesichts Erfahrungen mit Projekten zwischen Hamburg und Ulm - das Vorzeigeobjekt ist die Horchheimer Höhe in Koblenz.

Die beiden Projekt-Koordinatoren Jürgen Schmitz und Detlev Falke aus der Stadtverwaltung sehen die Investitionen positiv. "Sie betten sich ein in unsere Projekte vom Dorfanger über den Lernort bis zur Bahnhofs-Rückseite", sagt Schmitz, der vor allem die sozialen Verbesserungendurch das 6,7-Millionen-Euro-Projekt herausstellte, bei dem die Stadt 30 Prozent übernehme.

Quelle: NGZ
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