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Dormagen
Neuer Name für Umweltschutzpreis

Dormagen: Neuer Name für Umweltschutzpreis
Die Landschaft als Schutzraum, wie hier der Grind, ist ein mögliches Thema beim Nachhaltigkeitspreis 2017. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Auf Anregung der Grünen gibt es ab 2017 den "Nachhaltigkeitspreis".

Damit hatte Martin Pehe wohl nicht gerechnet: Eigentlich wollte er nur dafür sensibilisieren, dass der Titel "Umweltschutzpreis", den die Stadt seit 1983 vergibt, nicht mehr ganz zeitgemäß sei. "Nachhaltigkeitspreis" wäre wohl die korrekte und sinnvollere Bezeichnung. Aber er wolle dies gar nicht zum Antrag im Planungs- und Umweltausschuss erheben, sondern in diesem Gremium einmal ansprechen. Umso größer war die Überraschung und Freude bei dem Pädagogen, dass er zuerst Rückendeckung von der FDP und SPD für seine Anmerkung erhielt und dann auch von Bürgermeister Erik Lierenfeld: "Kann man machen. Der Begriff Nachhaltigkeit ist bei den Menschen angekommen." Am Ende wurde der seit 33 Jahren bestehende Titel für die Neuauflage im kommenden Jahr in "Nachhaltigkeitspreis 2017" geändert.

Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Das Umweltteam hat die Themenschwerpunkte überarbeitet, "um die Aufmerksamkeit und das Interesse am Preis zu wecken bzw. zu steigern", heißt es. Dazu ist der Themenkatalog ergänzt worden. Die Themen für 2017: Minderung der vorhandenen Umweltbeeinträchtigungen: Lärm, Verschmutzung der Luft, des Wassers oder der Landschaft; Umweltverbesserungen, die die urbane Lebens- und Wohnsituation betreffen: zum Beispiel Gestaltung eines humanen Wohn- und Arbeitsfeldes, Schaffung oder Ausweitung von Grünbereichen und Erholungszonen. Maßnahmen zur Verschönerung des Stadtbildes; Landschaft als Lebens- und Erholungsraum: Maßnahmen, die der Erhaltung des Naturraumes, des Landschaftsbildes und der Landschaftsstruktur dienen; besondere Verdienste für den Umwelt- und Naturschutz. Dies gilt besonders für den Einsatz von Jugend- oder Interessengruppen; Förderung der Anwendung von erneuerbaren Energien; Förderung der Abfallvermeidung und -verwertung; Förderung der nachhaltigen Mobilität und Förderung des Fairen Handels. Die Ausschreibung wird Ende November erfolgen, die Teilnahmefrist endet im Mai 2017, und die Prämierung der Gewinner wird zur Tannenbuschwoche im Sommer 2017 stattfinden.

(schum)
 
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