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Dormagen
Neuer Wirtschaftsförderer kommt aus dem Sauerland

Dormagen. Der Geschäftsführer der neu zu gründenden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-GmbH steht fest: Gestern gab der 37 Jahre alte Michael Bison der Stadt seine mündliche Zusage. Der verheiratete Familienvater arbeitet zurzeit noch als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis in Meschede. Von Carina Wernig

Im Stadtrat soll sich Bison, der keiner Partei angehört, am 8. September vorstellen. Im Januar 2017 geht die neue GmbH an den Start, dann soll er spätestens anfangen. "Wir sind sehr froh, ihn nach Dormagen zu bekommen, er ist der absolut richtige Mann für die schwierige Aufgabe", bestätigte Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Der neue Wirtschaftsförderer kann sich auf eine breite Zustimmung stützen. Nachdem sich die Spitzen der beiden großen Fraktionen CDU und SPD bereits positiv über ihn geäußert hatten, sprachen auch die anderen Fraktions-Vertreter übereinstimmend von einem "guten und geeigneten Kandidaten". Unter den zwölf eingeladenen der 80 Bewerber seien drei "richtig Gute" gewesen, bestätigte Rafael Kazior (Piraten/Die Linke). Tim Wallraff (Grüne) sprach vom "sehr guten Kandidaten". Wallraff würde sich freuen, wenn die Entscheidung im Rat einstimmig ausfalle.

Auch die beiden Fraktionen, die erst beim Zusatztermin dabei waren, können ihn sich gut auf dem neuen Posten vorstellen. "Wir haben einen guten Eindruck erhalten, sind mit der Auswahl sehr zufrieden und können den Vorschlag mittragen", sagte Karlheinz Meyer (FDP). Die Kritik an den Auswahl-Treffen in der Woche werde die Zustimmung nicht beeinflussen, betonte er. Sein Amtskollege beim Zentrum, Hans-Joachim Woitzik, meint: "Wir sind noch nicht zu einem Urteil gekommen, wie wir abstimmen, auch wenn der Eindruck sehr gut war."

Woitzik kritisierte zudem das "zu schnelle Verfahren, das durchgehetzt wurde". Für diese "zentrale Stelle hätte man sich mehr Zeit lassen können". Daher habe er sich beim Verfahren sehr defensiv verhalten. Kazior widerspricht: "Das ging überhaupt nicht zu schnell - im Gegenteil: Die Politik hat gefordert und entschieden, dass die Stelle schnellstmöglich besetzt wird."

Quelle: NGZ
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