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St.-Augustinus-Kliniken
Neun Millionen-Bau in Dormagen verzögert sich

St.-Augustinus-Kliniken: Neun Millionen-Bau in Dormagen verzögert sich
Auf einem Grundstück neben dem St.-Ausgustinushaus soll ein Gesundheitszentrum entstehen. Der Baustart ist jedoch noch nicht festgelegt. FOTO: Ati
Dormagen. Bis Ende 2017 wollten die St.-Augustinus-Kliniken für neun Millionen Euro ein Gesundheitszentrum mit Betreutem Wohnen, Gemeinschaftspraxis und Apotheke an der Krefelder Straße bauen. Fertigstellung nun frühestens Ende 2018. Von Carina Wernig

Der Plan sah vor, bis Ende 2017 das Gesundheitszentrum Dormagen-Mitte "Gedomi" auf der Wiese neben dem St.-Augustinushaus an der Krefelder Straße fertigzustellen. Davon sind die St.-Augustinus-Kliniken Neuss jedoch zurzeit weit entfernt. Trotzdem ist das Projekt, das das Gesundheitsangebot in der Stadtmitte stärken soll, nur verschoben, nicht angehalten, wie Anja Köhler, Pressesprecherin der St.-Augustinus-Kliniken, erläutert: "Wir wollen weiterhin das Gesundheitszentrum bauen, die Planungen werden weitergetrieben, allerdings noch einmal an die aktuellen Bedürfnisse angepasst."

Der Bauantrag werde nicht vor Herbst gestellt werden können, so dass bei einer Bauzeit von rund einem Jahr ab der Baugenehmigung frühestens Ende 2018 mit einer Fertigstellung des Zentrums auf der 3790 Quadratmeter großen Wiese zu rechnen ist.

Ein Grund für die Verzögerung ist der Wechsel in der Geschäftsführung der St.-Augustinus-Kliniken Neuss: Thilo Spychalski, der das "Gedomi"-Projekt vorangetrieben hatte, hat das Unternehmen verlassen, sein Nachfolger in der Seniorenhilfe, Markus Richter, musste "sich in die Details erst einarbeiten", wie Anja Köhler betonte.

Die grundsätzliche Ausrichtung des Neun-Millionen-Euro-Projektes bleibe bestehen: In direkter Nähe zu ihrem Altenpflegeheim sollten neben Betreutem Wohnen auch eine Gemeinschaftspraxis niedergelassener Ärzte, eine Psychiatrische Ambulanz, eine Psychiatrische Tagesklinik, eine Reha-Einrichtung, eine Apotheke mit "Drive In"-Schalter, Fortbildungsräume und ein Integrationsbetrieb Bäckerei mit Café gehören.

Besonders Ärzte, die wichtig für ältere Patienten sind, wie Urologen und Gynäkologen, sollten für die Gemeinschaftspraxis gewonnen werden. In der Reha-Einrichtung sollte eine Nachsorge nach einer Operation genauso wie eine Rückenschulung angeboten werden. Auch das St.-Augustinushaus möchte Synergieeffekte nutzen.

"Es gibt viele Interessenbekundungen von Anbietern, die in das neue Gesundheitszentrum ziehen möchten", weist Köhler darauf hin, dass je nach Vergabe diese Entscheidungen durchaus Auswirkungen auf die Raumgestaltung und damit auf die Pläne haben: "Daher werden wir die neuen Planungen nicht bis zum Sommer fertigstellen können", so Köhler.

Die bisherigen Pläne sahen vor, 40 neue Arbeitsplätze - von insgesamt 75 - zu schaffen. Oberirdisch und in einer Tiefgarage sollen 80 neue Parkplätze entstehen. Drei Gebäudeteile sollen sich an die umliegende Bebauung anpassen.

Bereits archäologisch geprüft ist der Untergrund des künftigen Gesundheitszentrums: "Die Archäologen haben keine Römerfunde gemacht", erklärt die Pressesprecherin. Wohl aber wurde eine Patronenhülse, vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg, entdeckt. Auch da gibt Anja Köhler nach Konsultation eines Spezialisten Entwarnung: "Der Kampfmittelräumdienst muss nicht eingreifen."

Quelle: NGZ
 
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