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Dormagen
NGK-Schüler gewinnen Finanzwettbewerb

Dormagen: NGK-Schüler gewinnen Finanzwettbewerb
Politiklehrer David Brockmeier (v.l.) und sein Gewinnerteam: Tom Mucke, Joy Algaier, Anna Berghoff und Mia Mucke. FOTO: Georg Salzburg
Dormagen. Schüler der siebten und achten Klassen des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden haben sich Gedanken zum Thema "Welt ohne Geld" gemacht. Auf einer Internetseite versuchen sie den Wert des Geldes in der Gesellschaft zu ergründen. Von Marcus Hammes

Bereits die Ankündigung der europäischen Zentralbank, den 500-Euro-Schein gegen Ende 2018 abschaffen zu wollen, hat in Deutschland für Empörung gesorgt. Die Diskussion zeigte: Das Bargeld ist den Deutschen wichtig, wenn nicht sogar heilig. Wie würden sie bloß auf eine "Welt ohne Geld" reagieren? Zu diesem Thema schrieb das Handelsblatt den Wettbewerb Wirtschaft und Finanzen "Econo=Me" aus, den die Siebt- und Achtklässler Mia und Tom Mucke, Joy Allgaier und Anna Berghoff zusammen mit ihrem Politiklehrer David Brockmeier vom Norbert-Gymnasium Knechtsteden (NGK) gewannen.

"Macht ihr im nächsten Jahr wieder mit?", lautete eine der ersten Fragen der Klassenkameraden aus der siebten Klasse, die Mia Mucke am NGK besucht. Soeben hatten Mia und ihr Team, zu dem ihr Bruder Tom (achte Klasse) und ihre Freundinnen Joy und Anna gehören, von ihrem Sieg und den gewonnenen Preisen erzählt: Für das Projektteam gab es einen Satz iPads, die gesamte Klasse freut sich auf einen Besuch des Freizeitparks Phantasialand am nächsten Dienstag. Was der Klassengemeinschaft sicher viel Spaß und schöne Stunden in Brühl bescheren wird, war für das Projektteam harte Arbeit. "Ich habe zum ersten Mal eine Homepage erstellt. Insgesamt waren das sicher 80 Arbeitsstunden", sagt Tom. Doch das technische Grundgerüst allein, macht noch keine Internetseite. Inhalte mussten her. Und die erstellten die Schüler zur Fragestellung "Ohne Moos nichts los? Unsere Welt ohne Geld - wie sähe die aus?" in einer Qualität, die die Jury überzeugte. "Ich habe zum Beispiel einen Comic gezeichnet", sagt Anna. In sechs Bildern stellte sie die Mühen dar, die ein eher unpraktischer Tauschhandel mit sich bringen würde. Bewertet wurden die über 3000 Einsendungen unter anderem vom ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer.

"Die komplette Wirtschaft würde ohne Geld zusammenbrechen, man könnte nichts mehr sparen und da man keine Steuern bezahlen könnte, müssten alle Schulen und Kindergärten schließen, die Straßen würden nicht mehr verbessert werden, die Politik würde aufgelöst werden, es gäbe keine Sozialleistungen mehr und letztendlich gäbe es ein großes Chaos, da auch die Polizei nicht mehr arbeiten würde", zurück in die Steinzeit, heißt es in einem Homepage-Beitrag der Schüler. Unter anderem in Interviews mit NRW-Finanzminister Norbert-Walter Borjans (SPD) und den Privatbankiers der Deutsche-Bank-Tochter Sal. Oppenheim, Katrin Löhken und Lars Edler, hielten die NGK-Schüler Expertenmeinungen fest.

"Auf die Idee zur Teilnahme hat uns ein Schüler gebracht, der einen Flyer gesehen hatte", informiert Politiklehrer Brockmeier. Das Thema Geld passe ohnehin in den Lehrplan der siebten Klasse. "Mehrere Schülergruppen haben dann Ideen für den Wettbewerb entwickelt, aber nicht alle sind bis zum Ende dabei geblieben", sagt Brockmeier. Der größte Teil der Arbeit musste schließlich in der Freizeit der Schüler geleistet werden. Für Mia, Tom, Joy und Anna hat sich das Durchhalten gelohnt.

Quelle: NGZ
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