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Dormagen
NGK-Sportler vor der Fernsehkamera

Dormagen: NGK-Sportler vor der Fernsehkamera
Ein Mann für große Sprünge: Knechtsteden-Absolvent Charbin Kleemann überzeugte in der RTL-Show "Big Bounce" mit Geschick, Tempo und Konzentrationsfähigkeit. Der gelernte Sprinter hatte sich zuvor beim Casting gegen mehr als 4000 Mitbewerber durchgesetzt. Im Wettbewerb erreichte er das Finale. FOTO: RTL
Dormagen. Heidi Morjan, Sarah Voss und Absolvent Charbin Kleemann machen auf unterschiedliche Weise auf sich aufmerksam. Von Stefan Schneider

Die RTL-Moderatoren waren sich einig. "Das ist großer Sport", kommentierten Matthias Opdenhövel und Wolff-Christoph Fuss den Auftritt von Charbin Kleemann in der Fernsehsendung "Big Bounce" (übersetzt: "Großer Sprung"). Der 19-Jährige Absolvent des Knechtstedener Sportinternats, der sein Abitur am Norbert-Gymnasium abgelegt hat, überzeugte bei der populären Trampolin-Show mit Sprungkraft, Geschick, Tempo und Konzentrationsfähigkeit. Das brachte ihm den Einzug ins Finale ein, das am Freitag, 2. März, zur besten Sendezeit (20.15 Uhr) bei RTL ausgestrahlt wird. Für Kleemann eine großartige Möglichkeit, auf jene Sportart aufmerksam zu machen, die er normalerweise ausübt: Leichtathletik. Denn der Student an der Sporthochschule Köln ist Sprinter (100 und 200 Meter) bei LAV Bayer Uerdingen/Dormagen. Für "Big Bounce" habe er sich beworben, weil ihm der Sinn nach etwas Abwechslung gestanden habe und weil er gerne Trampolin springe, berichtet der sympathische Athlet, der bis zum Alter von 14 Jahren auch Leistungsturner war.

Sportler aus Knechtsteden sind derzeit stark auf dem Bildschirm vertreten, kurioserweise aber mehr im Unterhaltungssektor als in Sportsendungen. Die Geräte- und Kunstturnerin und NGK-Schülerin Sarah Voss machte bei "Pur+" (Par-kour ohne Grenzen) mit, einem anspruchsvollen Hinderniswettbewerb, der im ZDF gezeigt wurde. Die 18-Jährige trat dabei gegen eine Speedkletterin und eine Leichtathletin an. Wer hat mit seiner Sportart die besten Voraussetzungen, den schwierigen "Parkour" möglichst schnell und ohne Absturz zu bewältigen? Nach drei spannende Durchgängen stand fest: Sarah schnitt unterm Strich am Besten ab. "Das Zusammenspiel aus Schnelligkeit und Kraft, das wir auch beim Turnen brauchen, hat mir geholfen", resümierte sie.

Die WDR-Lokalzeit interessierte sich unterdessen für Heidi Morjan und widmete der 16-jährigen Ringerin des AC Ückerath, die aktuell im Sportinternat Knechtsteden untergebracht ist, einen gut dreiminütigen TV-Beitrag. Darin ging es nicht nur um ihre Sportart und ihre Trainingsbedingungen, sondern auch um ihr Leben als Internatsschülerin rund 50 Kilometer weit weg von zu Hause. "Ich habe mich ja selbst so entschieden und finde mein Leben gut, wie es ist", sagte sie selbstbewusst.

Henning Heinrichs, der Leiter des Sportinternats Knechtsteden für Talente in Handball, Fechten, Leichtathletik, Ringen und Taekwondo, freut sich über die Fernsehpräsenz der Athleten. "Für uns ist das toll, dass über Unterhaltungsformate Sportler in den Fokus rücken, die sonst längst nicht so hohe Zuschauerquoten erreichen. Und sie werden dabei auch als Persönlichkeiten vorgestellt", sagt Heinrichs. Er sieht allerdings auch die Kehrseite der Medaille. "Wie kann es zum Beispiel sein, dass ein Gewinner des Dschungelcamps damit mehr Geld verdient als ein Olympiasieger in einer Randsportart, der täglich trainiert?", fragt er sich. Und setzt noch einen drauf: "Vergleichen Sie mal die Einschaltquoten bei einer Bob-WM mit denen einer Wok-WM. Da stimmt doch was nicht."

Den drei Knechtstedener Sportlern kann's fürs Erste egal sein. Sie haben den Beweis ihrer Fernsehtauglichkeit fraglos erbracht.

Quelle: NGZ
 
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